Ein Blick auf die Branchenzuwachsraten zeigt, dass in einigen Industriezweigen im letzten Jahr durchaus positive Zuwachsraten erzielt werden konnten. Wohl bewegten sich diese weitgehend im einstelligen Prozentbereich, in vier Branchen allerdings erhöhten sich die Gesamtumsätze um über 10%. Dass der Mineralölhandel mit einem Umsatzplus von knapp 17% an der Spitze der Branchenwachstumsliste steht, wundert kaum. Die massive Preistreiberei der Erdölhändler sowie der produzierenden Staaten bis Mitte letzten Jahres wirkte sich auf die Umsätze der in der Schweiz ansässigen Mineralölhandelsfirmen aus.

Nicht ganz an dieses 17-%-Plus heran kamen die Firmen im Bereich Grosshandel (Food); sie konnten ihre Umsätze aber immerhin um 12,6% steigern. In den ersten sechs bis acht Monaten waren auch die Firmen im Bereich Gütertransporte (+11,7%) recht gut ausgelastet, sie bekamen erst gegen Ende Jahr den Konjunkturabschwung zu spüren.

Im Grosshandel (Non Food) verbesserten sich die Umsätze letztes Jahr um etwas mehr als 10%. Positiv zu werten sind die erfreulichen Zuwachsraten im Detail- (+9,8%) sowie im Möbelhandel (+6,7%), betonten doch praktisch alle Konjunkturexperten den aktiven Beitrag der Konsumentinnen und Konsumenten zur Wirtschaftsentwicklung. Um 6,7% legte die Uhrenindustrie zu (2007: 16,2%).

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In rund 20 Branchen bewegten sich die Zuwachsraten zwischen 2 und 5%; zu ihnen zählen die Bauindustrie (+3,7%), die Maschinenindustrie (+3,5%), der Automobilhandel (+3,4%) und das grafische Gewerbe mit einem Zuwachs von 3,2%.

Praktisch unverändert gegenüber dem Vorjahr verharrten die Umsätze in den Sparten Detailhandel-Bekleidung (+1,0%) und im Rohstoffhandel (+1,2%).

In fünf Branchen reduzierte sich das Umsatzvolumen, dies bei den Bauzulieferern (-2,9%) sowie in den Sektoren Metallverarbeitung (-2,1%), Getränke/Brauereien (-1,9%), in der Energieversorgung (-1,1%) und in der Textilindustrie (-0,4%).

2009 werden etliche Veränderungsraten stärker zurückgehen, denn bevor sich die Bin- nenkonjunktur deutlich verbessert, muss sich im Ausland - und damit im Schweizer Export - einiges ändern, wie Economiesuisse-Chef Pascal Gentinetta betont.