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Abstimmung
Niederlage für Erben von Schmolz + Bickenbach

Der Verwaltungsrat des Stahlkonzerns brachte seine Kapitalerhöhung durch. Dessen Gegnern fehlten die entscheidenden wenigen Prozent. Nun wollen sie in den VR - mit dem Vize von Viktor Vekselberg.

Von Jeffrey Vögeli
am 28.06.2013

30,4 Millionen Aktienstimmen stimmten der Kapitalerhöhung nach den Plänen des Verwaltungsrates zu. 28,77 Millionen hätten lieber die Erben von der Schmolz + Bickenbach KG gewinnen sehen.

Diese brachten - den Stimmverhältnissen entsprechend - auch ihren eigenen Antrag nicht durch. 1,3 Millionen Stimmen fehlten dazu. Stimmberechtigt waren über 59 Millionen.

Hintertür Verwaltungsrat

Den deutschen Erben bleibt ein letzter Weg zur Kontrolle des Stahlkonzerns. Sie versuchten, mehrere Verwaltungsräte aus dem Gremium zu drängen und durch ihre eigenen Verbündeten zu ersetzen. Diese sind dem Publikum im Saal allerdings alles andere als genehm: Der Vorschlag von Vladimir Kuznetsov, Stellvertreter von Viktor Vekselberg, zu wählen löst Buh-Rufe und Pfiffe im Saal aus.

Die Wiederwahl von Hans-Peter Zehnder als Verwaltungsratspräsident ging erneut denkbar knapp aus.  Nur knapp 612'000 Stimmen trennten die beiden Lager. Es kristallisiert sich damit allerdings heraus, dass den Gründer-Erben die entscheidenden Stimmen fehlen, ihre Anträge durchzubringen.

Entsprechend wurden lediglich diejenigen Verwaltungsräte gewählt, die auch vom Verwaltungsrat unterstützt wurden. Oliver Thum als Vertreter der Gründererben und Vladimir Kuznetsov hatten eine Chance.

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