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Justiz
Niederlage für Safra J. Sarasin in Dubai

Bank Safra J. Sarasin: Niederlage in Rechtsstreit. Keystone

In Dubai liefert sich Safra J. Sarasin ein heisses Tauziehen um eine Schadenersatzklage. Heute wurde bekannt: Die Bank hat den Rechtstreit verloren und muss eine Millionenbusse zahlen.

Veröffentlicht am 09.03.2016

Die Privatbank J. Safra Sarasin hat in Dubai einen langwierigen Rechtsstreit verloren. Familieninvestoren werfen der dortigen Tochtergesellschaft vor, sie falsch beraten zu haben. Dafür ist die Bank Sarasin – genauer das Schweizer Geldhaus und ihre Tochter in Dubai – zu Schadenersatz in Höhe von 70 Millionen US-Dollar verurteilt worden.

Gegen den Entscheid vom Herbst 2015 hatte sich die Bank zur Wehr gesetzt. Der Einspruch ist allerdings vor dem Gericht des Internationalen Finanzzentrums Dubai gescheitert und die Summe muss in voller Höhe gezahlt werden. Das wurde heute bekannt, der Entscheid fiel am 3. März.

Rechtsstreit mit reichen Investoren

Bereits im Januar war die Berufung abgehlehnt und entschieden worden, dass die Dubai-Tochter Sarasin-Alpen bis zum 1. Februar ihren Anteil von 35 Millionen US-Dollar zu hinterlegen habe, andernfalls drohe ihr die Liquidation. Dennoch stand die Busse bisher aus. Das Schweizer Mutterhaus hatte bereits im Herbst gezahlt.

Der Rechtsstreit mit den reichen Investoren geht auf die Jahre 2007 und 2008 zurück. Damals hatten Berater der Sarasin-Alpen der Al-Khorafy-Familie zu Investitionen in strukturierte Produkte im Umfang von mehr als 200 Millionen US-Dollar geraten. Der Wert des Investments brach allerdings im Zuge der Finanzkrise zusammen. Das Dubaier Gericht befand im vergangenen Jahr, dass die Sarasin-Alpen ungeeignete Produkte an «naive Investoren» verkauft habe und deshalb Schadenersatz leisten müsse. Die Bank Sarasin war 2012 von der brasilianischen Safra übernommen worden.

Bereits im Januar war entschieden worden, dass die Dubai-Tochter Sarasin-Alpen bis zum 1. Februar ihren Anteil von 35 Millionen US-Dollar zu hinterlegen habe, andernfalls drohe ihr die Liquidation. Das Schweizer Mutterhaus hatte bereits im Herbst gezahlt.

(me, mit Material von awp)

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