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Niedrigzins schmilzt Einnahmen der Migros Bank

Migros Bank: Belastet durch geringe Rendite.   Keystone

Die Migros Bank hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient. Den Gewinn konnte sie dennoch leicht steigern. Dabei halfen Kostensenkungen.

Veröffentlicht am 17.07.2015

Die Migros Bank hat im Halbjahr mit dem Zinsgeschäft als wichtigste Ertragsquelle deutlich weniger verdient. Trotzdem stieg der Betriebsgewinn um 1,8 Prozent auf 144,9 Millionen Franken. Denn die Migros-Tochter senkte die Kosten und der Zuwachs an Spareinlagen hielt an.

In einem schwierigen Marktumfeld habe sich die Migros Bank behauptet, schreibt das Geldinstitut im Communiqué vom Freitag. Nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) Anfang Jahr das Zinsniveau weiter gedrückt hatte, fiel der Zinserfolg als wichtigste Ertragsquelle um 6,9 Prozent auf 224 Millionen Franken.

Zuwachs an Spareinlagen

Darin widerspiegelten sich die deutlich gestiegenen Kosten für die Bilanzabsicherung im Negativzinsumfeld, hiess es. Erfreulich entwickelt hätten sich dagegen der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft (+4,2 Prozent auf 43 Millionen Franken) sowie der Handelserfolg (+23,1 Prozent auf 22 Millionen Franken).

Trotz historisch tiefer Zinsen hielt der Zuwachs an Spareinlagen bei der Migros Bank an. Seit Anfang Jahr wuchsen die Kundengelder um 3,2 Prozent auf 33,3 Milliarden Franken. Auf der Gegenseite nahmen die Hypothekarkredite um 2,1 Prozent zu, womit sie per Ende Juni ebenfalls 33,3 Milliarden Franken erreichten. Die Bilanzsumme weitete sich um 3,5 Prozent auf 42,3 Milliarden Franken aus.

Personalbestand gestiegen

Dem insgesamt um 3,7 Prozent gesunkenen Geschäftsertrag begegnete die Migros Bank mit einer Senkung der Aufwände um 3,6 Prozent: Die Personalkosten wurden um 3,0 Prozent reduziert, obwohl der Personalbestand seit Anfang Jahr leicht von 1317 auf 1322 stieg. Der Sachaufwand konnte gar um 4,8 Prozent reduziert werden.

Trotzdem fiel der Bruttogewinn mit 157,7 Millionen Franken um 3,7 Prozent tiefer aus als im Vorjahressemester. Zum Anstieg des Betriebsergebnisses der Migros-Tochter führten schliesslich tiefere Wertberichtigungen sowie Rückstellungen, und auch die Abschreiber auf dem Anlagevermögen fielen geringer aus als im Vorjahr.

(sda/me/hon)

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