Sportartikel scheinen selbst dann zu laufen, wenn drumherum die Welt wackelt: Marktführer Nike hat in seinem ersten Geschäftsquartal (von Juni bis August) seinen Umsatz um 18 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar steigern können. Der Gewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 645 Millionen Dollar.

Dabei legte der Adidas-Erzrivale überall auf der Welt zu - bis auf Europa. Nike begründete die Stagnation auf dem Kontinent allerdings nicht mit der grassierenden Schuldenkrise, sondern mit dem guten Absatz wegen der Fussballweltmeisterschaft im Vorjahr.

Auch die Zukunft scheint rosig für Nike: Die Bestellungen für die Monate September 2011 bis Januar 2012 lägen um 16 Prozent höher, hiess es. Besonders in den Schwellenländern inklusive China brummt das Geschäft, am bedeutsamsten ist aber immer noch der Heimatmarkt Nordamerika.

Der Branchenführer wird vom deutschen Rivalen Adidas bedrängt, der Nike über kurz oder lang vom Thron stossen will. Adidas hatte sich vor Jahren mit dem Zukauf von Reebok im amerikanischen Markt gestärkt.

Umgekehrt übernahm Nike den schwächelnden britischen Sportartikelhersteller Umbro und sicherte sich damit ein Standbein im wichtigen europäischen Fussballgeschäft.

(tno/sda)