Brummende Geschäfte in Nordamerika haben Nike zu einem deutlichen Gewinnsprung verholfen und den Abstand zum deutschen Rivalen Adidas vergrössert. Der Überschuss stieg im vierten Geschäftsquartal (bis 31. Mai) um knapp 22 Prozent auf 668 Millionen Dollar, wie der weltgrösste Sportartikelhersteller nach US-Börsenschluss mitteilte.

Vor allem die prallen Auftragsbücher in Nordamerika, dem für Nike weiterhin wichtigsten Markt, überzeugten Analysten. «Es gab viele Sorgen, dass Nordamerika nachlässt, aber das ist nicht passiert. Nordamerika zeigt weiterhin unglaubliches Wachstum», sagte Analyst Brian Yarbrough vom Finanzdienstleister Edward Jones. Nachbörslich stieg die Nike-Aktie um mehr als drei Prozent. Adidas hatte im ersten Quartal 308 Millionen Euro verdient - sechs Prozent mehr als im Vorjahresraum.

Als Achillesferse erwies sich das Geschäft in China, wo Nike mit hohen Lagerbeständen, Preisdruck und starker Konkurrenz kämpft. Die Aufträge für Waren, die zwischen Juni und November ausgeliefert werden sollen, stagnierten. In der Volksrepublik macht der US-Konzern gewöhnlich rund ein Fünftel seines Gewinns und versucht seit einiger Zeit, seine Position zu verbessern. «Das Rennen in China ist ein Marathon, es ist kein Sprint», sagte Nike-Chef Mark Parker. Der Nike-Umsatz stieg um 7,4 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. 

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(muv/chb/reuters)