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Skandal
Nissans Sicherheitschecks seit 20 Jahren durchlässig

Ausstellungsfahrzeug von Nissan: Das Unternehmen hat offenbar seit Jahrzehnten betrogen. Keystone

Nissans Kontrollen sind offenbar schon viel länger unzulässig als bisher bekannt: Einem Bericht zufolge reicht die Problematik 20 Jahre zurück.

Veröffentlicht am 20.10.2017

Der Skandal um unzulängliche Sicherheitschecks bei der Endabnahme von neuen Autos bei Nissan reicht einem Bericht zufolge mindestens 20 Jahre zurück. Ein Nissan-Sprecher lehnte es am Freitag ab, einen entsprechenden Bericht des Senders NHK zu dementieren oder zu bestätigen.

Erst am Donnerstag hatte der zweitgrösste japanische Autobauer angekündigt, die Produktion für den inländischen Markt vorübergehend zu stoppen, weil bei Untersuchungen erneut Mängel bei der Endkontrolle festgestellt worden seien.

Über Jahre falsche Angaben

Nissan-Chef Hiroto Saikawa sagte, es werde mindestens zwei Wochen dauern, um den Problemen auf den Grund zu gehen und die Abläufe zu verbessern. Nissan hatte unlängst bereits den Rückruf von mehr als 1,2 Millionen Autos angekündigt, weil diese in den vergangenen drei Jahren von nicht autorisierten Inspektoren abgenommen wurden.

Der Fall schadet nicht nur Nissans Ruf erheblich. Er wirft nach Meinung von Experten auch die Frage auf, inwieweit in Japan Qualitätsregeln eingehalten werden.

Japans drittgrösster Stahlproduzent Kobe Steel hatte zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben.

(sda/me)

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