Der angeschlagene finnische Handyhersteller Nokia schafft trotz der Hoffnungsträger aus der Lumia-Smartphonereihe den Befreiungsschlag nicht. Auch im ersten Quartal blieb der ehemalige Weltmarktführer bei Umsatz und Handyverkäufen hinter den Erwartungen zurück. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz um 20 Prozent auf 5,85 Milliarden Euro.

Der Handyabsatz lag mit knapp 62 Millionen ebenfalls deutlich unter den Prognosen der Experten. Dank eines rigiden Sparprogramms konnte Nokia den Verlust aber eindämmen. Nach 928 Millionen Euro vor einem Jahr lag der Fehlbetrag nur noch bei 272 Millionen Euro. Die Aktie fiel im finnischen Handel um 6,2 Prozent auf 2,47 Euro.

Grauen begann mit dem Start des iPhones

Mit den neuen Smartphones der Lumia-Reihe kommt Nokia voran - nur eben langsam. Der Absatz mit den Lumia-Telefonen, allen voran mit den Modellen 820 und 920, erhöhte sich zum Vorquartal um über ein Viertel auf 5,6 Millionen Geräte. Der Durchschnittspreis der Telefone sinkt allerdings weiter. Es sind nur noch 47 Euro. Das finnische Unternehmen versucht seit Jahren, den Niedergang zu verlangsamen.

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Das Grauen begann mit dem Start des iPhones von Apple . Seitdem verlor Nokia immer weiter an Boden, erst gegen Apple, dann auch gegen Samsung . Nokia verkauft zwar noch viele Handys, im Westen sieht man die Modelle allerdings nur noch selten. Das Unternehmen versucht nun, sich mit den neuen Smartphones neu aufzustellen. Bislang ist die Reaktion von Produktexperten besser als der Erfolg bei Kunden. Zuletzt verfügte Nokia über Barmittel in Höhe von 4,5 Milliarden Euro.

(chb/tke/awp)