Die Erlöse Autoneum sind im vergangenen Jahr um 13,4 Prozent auf 1,908 Milliarden Franken gewachsen, wie der Autozulieferer mitteilte. Beflügelt wurde das Geschäft von der starken Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt. Dort kletterte der Umsatz um 39 Prozent auf 794 Millionen Franken. 

Damit liegt das Nordamerika-Geschäft nicht mehr weit hinter Europa als wichtigstem Absatzmarkt zurück: Dieser brachte Autoneum im vergangenen Jahr 880,8 Millionen Franken und damit etwas weniger Umsatz ein als 2011.

Vor allem Aufträge südeuropäischer Hersteller haben laut Autoneum weniger Geld in die Kassen gespült. Dies konnte durch neue Aufträge von Premiumherstellern aber teilweise kompensiert werden. Ebenfalls stagniert haben die Geschäfte in der Region Südamerika, Mittlerer Osten und Afrika, wo Autoneum mit 140 Millionen Franken 0,4 Prozent weniger einnahm. 

In Asien gewann das Unternehmen hingegen 8,3 Prozent auf 99,4 Millionen Franken hinzu. Ein Wermutstropfen war das Geschäft in China, das gemäss Autoneum von den politischen Spannungen zwischen der Volksrepublik und Japan überschattet wurde. Diese hätten auf die Absätze der japanischen Autobauer in China gedrückt.

Anzeige

Aktie legt zu

Die Anleger an der Schweizer Börse nahmen die Umsatzzahlen erfreut zur Kenntnis. Die Autoneum-Aktien starteten am Freitag mit Kursgewinnen in den Handel, gegen 10 Uhr lagen sie 2,9 Prozent im Plus. Der Gesamtmarkt, gemessen am Swiss Performance Index (SPI), notierte 0,2 Prozent über dem Vortag.

Autoneum ist aus dem Winterthurer Rieter-Konzern hervorgegangen, der sich 2011 aufspaltete. Seither trägt nur noch das Textilmaschinengeschäft den Namen Rieter, während die Autoteilesparte als Autoneum weitergeführt wird.

Das vollständige Jahresergebnis wird Autoneum am 20. März veröffentlichen.

(tno/aho/sda)