Die Bankensoftwarefirma Crealogix hat im 1. Halbjahr 2016/17 von der Zusammenarbeit mit neuen Kunden und einem starken Anstieg der Lizenzeinnahmen profitiert. Das Unternehmen konnte sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich steigern. Gewachsen ist im 1. Halbjahr auch die Belegschaft. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 350 auf 420.

Der Umsatz stieg markant um 28 Prozent auf 35,8 Millionen Franken, wie Crealogix am Dienstag mitteilte. Zwischen Juli und Dezember 2016 habe die Gruppe die Zusammenarbeit mit mehreren Neukunden aufgenommen, darunter die Privatbank Notenstein La Roche. Zudem seien bestehende Partnerschaften ausgebaut worden, heisst es.

Auslandsumsatz wird wichtiger

Internationale Kunden werden für das Unternehmen, das Softwarelösungen im Digital Banking anbietet, immer wichtiger. Crealogix erzielt mittlerweile die Hälfte seines Umsatzes im Ausland. In der Vorjahresperiode hatte der Anteil des internationalen Umsatzes noch bei 37 Prozent gelegen.

Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda verbesserte sich auf 4,1 Millionen Franken gegenüber von 0,1 Millionen Franken in der Vorjahresperiode. Im gleichen Zeitraum schloss das Softwarehaus viele Neulizenzen ab. Dadurch stiegen die Lizenzeinnahmen um 48 Prozent von 11,9 Millionen auf 17,6 Millionen Franken.

Zahlen wieder schwarz

Das operative Ergebnis (Ebit) trägt mit 2,6 Millionen Franken nun ein positives Vorzeichen. Vor Jahresfrist schrieb Crealogix auf dieser Stufe noch einen Verlust von 1,5 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 0,7 Millionen Franken im Vergleich zu einem Verlust von 1,3 Millionen in der Vorjahresperiode.

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Für das zweite Halbjahr gibt sich Crealogix optimistisch: Obwohl das Volumen des zweiten Halbjahres wohl etwas tiefer ausfallen könnte als dasjenige im ersten Halbjahr, erwartet die Bankensoftware-Anbieterin für das gesamte Geschäftsjahr ein zweistelliges Umsatzwachstum und einen im Vergleich zur Periode 2015/2016 deutlich höheren Betriebsgewinn (Ebitda).

(sda/ise/me)