Die Privatbank und Raiffeisen-Tochter Notenstein sichert sich einen 22,75-Prozent-Anteil an der Anlageproduktebank EFG Financial Products. Diese Gesellschaft konstruiert für die Notenstein-Kunden strukturierte Produkte.

Die Bank Notenstein, die aus einem Teil der ehemaligen St. Galler Traditionsbank Wegelin entstanden ist, besass bereits 2,5 Prozent von EFG Financial Products (EFG FP). Gekauft hat sich Notenstein die zusätzlichen Anteile von der Bank EFG, die ihre Finanzproduktetochter vergangenes Jahr an die Börse gebracht hatte.

Notenstein lässt sich den Zugang zum Finanzwissen der ehemaligen EFG-Tochter 70,2 Millionen Franken oder 52 Franken pro Aktie kosten, wie bekannt wurde. EFG FP wird den bisherigen Namen voraussichtlich noch im laufenden Jahr ablegen. Der neue Name soll später bekannt gegeben werden.

Notenstein, erst seit gut einem Jahr Teil der Raiffeisen-Regionalbankengruppe, ist mit den Gründungspartnern von EFG FP einen Aktionärsbindungsvertrag eingegangen. Darin halten die Partner ihre Rechte mit Bezug auf ihre Aktien fest. Notenstein will künftig zwei Verwaltungsräte bei EFG FP stellen.

Vincenz' Schritt

Als Pierin Vincenz vergangene Woche anlässlich der Bilanz-Pressezkonferenz zu den Querelen mit Geschäftspartner Vontobel befragt wurde, gab er sich betont gelassen, beantwortete die Frage mit einem Schmunzeln.

Vincenz hatte wohl an den EFG-Deal gedacht. Denn der Schritt von Raiffeisen hin zur EFG ist eine klare Ansage: Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz rechnet nicht mehr mit einer Fortsetzung der Vontobel-Kooperation.

(tke/chb/sda)

Anzeige