Die Raiffeisen-Gruppe wird kommende Woche bessere Zahlen für ihre Privatkunden-Tochter Notenstein La Roche ausweisen können.Nicht nur hat der Personalabbau zu einer Kostenreduktion geführt. Offenbar wurde auch das Marketingbudget der Bank stark gesenkt, wie aus dem Umfeld der Bank zu erfahren ist. Es sei mit einer deutlich verbesserten Kosten-Ertrags-Quote zu rechnen, die zuletzt bei hohen 84 Prozent lag.

Notenstein-Chef Adrian Künzi bestätigt gegenüber der Handelszeitung: «Wir haben substanzielle Verbesserungen auf der Kostenseite gemacht. Das freut mich.»

Strategie überarbeitet: Weniger Autonomie

Im vergangenen Jahr wurde der einstigen Privatbank Wegelin eine neue Strategie verpasst – unter Begleitung des Beratungsunternehmens McKinsey. Das Geschäft der Bank wurde stärker standardisiert. «Es wird nicht mehr sein wie früher, als die Berater die Vermögensverwaltungsportfolios weitgehend autonom gemanagt haben», sagt Bankchef Künzi. «Das war ein schönes Modell, aber das hat in der heutigen Zeit keinen Platz mehr.»

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Die Bank soll zudem weniger autonom geführt werden. «Wir wollen zusammen mit Raiffeisen weitere Synergien schaffen», sagt Künzi. Notenstein La Roche solle ihre Stellung als «Kompetenzzentrum innerhalb der Raiffeisen-Gruppe weiter ausbauen». Ziel ist, mehr Geschäft über die Kunden der Raiffeisen-Banken zu generieren.

Osteuropa verkaufen, Südafrika behalten

Weniger bedeutend wird das Geschäft mit ausländischen Kunden. Derzeit verhandelt Notenstein La Roche mit Vontobel um den Verkauf eines grossen Osteuropa-Portefeuilles, wie die Bank bestätigt.

Kein Thema sei jedoch der Verkauf des Geschäfts mit südafrikanischen Geschäften. «Wir halten an diesem Zielmarkt fest und bauen ihn weiter aus», sagt die Sprecherin der Bank.  «Handelszeitung»-Informationen zufolge umfassen beiden Bereiche Kundenvermögen im Umfang von rund einer Milliarde Franken.

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