Nach der Niederlage vor dem obersten Gericht Indiens sind die Titel des Pharmakonzerns Novartis an der Börse von Bombay am Ostermontag abgestürzt. Der Kurs tauchte um 6,8 Prozent auf noch 558,10 Rupien. Das ist der tiefste Stand seit Januar 2012.

Das oberste Gericht hatte dem Basler Konzern nach siebenjährigem Rechtsstreit den Patentschutz für das Krebsmedikament Glivec auf dem indischen Markt verweigert. Das Präparat sei keine "Neuheit" im Sinne der indischen Patentgesetze, hiess es zur Begründung.

Während Novartis das Urteil kritisierte, wurde es von Nichtregierungsorganisationen und der indischen Generika-Industrie, die Nachahmermedikamente herstellt, begrüsst. An der Börse von Bombay zogen die Aktien der dortigen Generikaproduzenten Cipla, Ranbaxy Laboratories oder Natco Pharma an.

Die Analysten von PricewaterhouseCoopers (PWC) prognostizieren den indischen Produzenten eine rosige Zukunft. Der Arzneimittelsektor könnte seinen Umsatz von derzeit 11 Mrd. auf 74 Mrd. Dollar im Jahr 2020 vervielfachen.

(tke/sda)