Die Anlagestiftung Ethos empfiehlt das Vergütungssystem von Novartis an der kommenden Generalversammlung zur Ablehnung. Dies, obwohl der Pharmakonzern Änderungen vorschlägt, die den Forderungen der Stiftung entsprechen.

Novartis lässt seine Aktionäre am 22. Februar in einer Konsultativabstimmung über Änderungen bei der Vergütung der Geschäftsleitungsmitglieder abstimmen. Unter anderem soll der Ermessensspielraum bei der Festlegung der variablen Vergütung eingeschränkt werden. Nach der Konsultativabstimmung an der Generalversammlung tritt das neue Vergütungssystem von Novartis Anfang 2014 in Kraft.

Die Stiftung Ethos sieht durch die vorgeschlagenen Änderungen die meisten ihrer Kritikpunkte bereinigt, wie sie mitteilte. Trotzdem empfiehlt Ethos bei der Abstimmung über das künftige Vergütungssystem ein Nein. Denn aus Sicht der Stiftung fällt die Vergütung für Konzernchef Joe Jimenez auch nach dem Systemwechsel zu hoch aus.

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Gemäss einer Schätzung von Ethos wird das Jahresgehalt von Jimenez mit dem neuen System zwischen 10,5 Millionen Franken und 19 Millionen Franken betragen. Die Anlagestiftung hält diesen Betrag für überzogen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzernchef Vergütungen in Höhe von 13,2 Millionen Franken bezogen.

(muv/tke/sda)