Der Basler Pharmamulti Novartis beliefert den deutschen Grosshändler Celesio bald wieder mit Medikamenten. Die deutsche Tochter Gehe werde von diesem Mittwoch an wieder mit Arzneimitteln versorgt, sagte ein Celesio-Sprecher auf Anfrage.

Beide Unternehmen hätten sich auf neue Lieferkonditionen geeinigt. Wie diese im Details aussehen, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Celesio-Tochter Gehe wurde seit dem 15. Oktober nicht mehr von Novartis mit Arzneimitteln beliefert.

Auch über andere Pharmahändler in Deutschland hatte Novartis einen Lieferstopp verhängt. Erst jüngst hatte Deutschlands grösster Pharmagrosshändler Phoenix eine einstweilige Verfügung am Landgericht Mannheim gegen den Lieferstopp von Novartis durchgesetzt.

Geänderte Preise und Lieferbedingungen

Seit Wochen schwelt ein Streit zwischen Novartis und deutschen Pharmagrosshändlern um geänderte Liefer- und Preiskonditionen. Zuletzt wurden drei der fünf grossen Pharmagrosshändler nach eigenen Angaben von Novartis nicht mehr zu alten Konditionen beliefert.

Es geht unter anderem um die Skonti, die Novartis den Grosshändlern bei Zahlung der Rechnungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums gewährt. Novartis will die Skonti nach Informationen aus Branchenkreisen verringern.

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Novartis erklärte Ende November auf Anfrage, die zum Teil viele Jahre alten Skonto-Regelungen seien nicht mehr zeit- und marktgemäss gewesen. Seit Anfang dieses Jahres würden mit den Partnern im Grosshandel die Prozesse optimiert und dazu gehöre auch eine Anpassung der Skonti-Regelungen. Diverse Unternehmen im Pharmagrosshandel bestellten bereits zu den angepassten Bedingungen.

(laf/rcv/sda)