Am Donnerstag hat Novartis-Chef Vas Narasimhan eine interne Mail an alle Mitarbeiter verschickt. Dort schreibt er: «Gestern war kein guter Tag für Novartis». Damit entschuldigt sich Narasimhan für den Trump-Deal von Novartis, wie das Branchenmagazin «Stat» sowie die «Washington Post» berichtet. 

Der Novartis-CEO steht unter Druck seit bekannt wurde, dass der Pharmakonzern 1,2 Millionen Dollar an Michael Cohen – dem persönlichen Anwalt von US-Präsident Donald Trump – bezahlt hatte. Damit wollte sich Novartis Zugang zum Weissen Haus verschaffen. 

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Mitarbeiter frustriert

Narasimhan räumt ein: «Wir haben einen Fehler gemacht». Er zeigt Verständnis für den Frust vieler Mitarbeiter. Zugleich wies Narasimhan aber auch daraufhin, dass er in keiner Weise in den Deal involviert gewesen sei. 

Laut dem Branchenmagazin seien Novartis-Angestellten seit den Enthüllungen rund um den Trump-Deal verärgert. Angestellte klagen, der Deal liesse sie schlecht aussehen. Novartis hat bisher keine Stellungnahme zu der Mail gegeben.

Novartis zahlt mehr für Lobbying

Gemäss dem amerikanischen Portal «Open Secrets», welches die Lobby-Ausgaben von Unternehmen in den USA ermittelt, hat Novartis seine Ausgaben im vergangenen Jahr erhöht. Nachdem sie im Vorjahr rund 6,9 Millionen Dollar betrugen, waren sie 2017 auf 8,7 Millionen Dollar gestiegen.

Zu den Zahlungsempfängern gehören diverse Kanzleien, die für die Belange der Pharmaindustrie lobbyieren. Im laufenden Jahr lagen die Zuwendungen von Novartis an die Republikaner laut «Open Secrets» leicht über denen der Demokraten. 

(tdr)