Novartis soll in Indien für das Medikament Voveran massiv zuviel verlangt haben, befinden die Preisüberwacher der «National Pharmaceutical Pricing Authority». Voveran ist für Novartis in Indien ein Preisschlager und gehört zu den zehn meistverkauften Medikamenten.

Schon mehrfach Probleme

Die Beamten belegten die Basler mit einer Busse von umgerechnet über 46 Millionen Franken (300 Crore), schreibt der «Business Standard». Ob der Konzern aber letztlich zahlen muss, ist offen. Novartis zieht die Busse vor den »High Court» in Delhi.

In Indien hatte die Firma in letzter Zeit immer wieder Probleme. So wurde dieses Jahr bekannt, dass dem Konzern die Lizenz für das Tierarztneimittel «Tiamulin Hydrogenfumarat» entzogen. Der Pharmariese wurde beschuldigt, der zuständigen Behörde gefälschte Dokumente eingereicht zu haben.

Im März letzten Jahres fuhren die Basler vor dem höchsten Gericht des Landes zudem eine herbe Schlappe ein. In einem Patentprozess für das Krebsmedikament Glivec wurde die Einsprache von Novartis abgelehnt - damit kann das Medikament als Generika produziert werden.