Im Januar hat der Pharmakonzern Novartis seine Pläne für die Schliessung des Standorts Prangins VD nach Protesten aus der Region aufgegeben. Ein halbes Jahr später zieht das Unternehmen eine positive Bilanz.

Die Produktivität sei gestiegen, sagte Erick Reinartz, der bei Novartis für die Produktion von rezeptfreien Medikamenten in Europa verantwortlich ist, in der Montagsausgabe der lokalen Tageszeitung «La Côte». «Die Volumen haben im Vergleich zum Vorjahr um 10 bis 15 Prozent zugenommen.»

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Auch der Personalbestand sei gestiegen. Die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden habe keine Abgänge ausgelöst, so Reinartz. Die Arbeitsbedingungen bei Novartis seien mit denen bei anderen Unternehmen der Branche vergleichbar.

Novartis hatte im Oktober 2011 bekanntgegeben, das Werk in Prangins, einem Vorort von Nyon, schliessen zu wollen. Nach öffentlicher Kritik gab der Pharmakonzern aber dem Druck der Arbeitnehmervertreter und der Politik nach und nahm das Vorhaben zurück.

Im Gegenzug verzichteten die Angestellten auf einen Teil der für das laufende Jahr vereinbarten Lohnerhöhung und stimmten einer Erhöhung der Arbeitszeit zu.

(rcv/chb/sda)