Der Schweizer Pharmariese Novartis hat zwei Tage nach dem angekündigten radikalen Konzernumbau einen höheren Gewinn ausgewiesen als erwartet. Während der Umsatz um 1 Prozent auf 14 Milliarden Dollar zulegte, stieg der Gewinn wegen ausserordentlichen Erträgen um satte 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich 2,7 Milliarden Dollar prognostiziert. 

Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um 3 und der Gewinn um 30 Prozent gewachsen. Operativ legte Novartis um 22 Prozent zu auf 3,5 Milliarden Dollar. Zurückzuführen war das vor allem auf den ausserordentlichen Gewinn von 0,9 Milliarden Dollar aus der Veräusserung der Bluttransfusionsdiagnostik.

Yen und Schwellenländer-Währungen belasten

Beim Umsatz wäre Novartis stärker gewachsen, hätten sich nicht der Yen und die Währungen der Schwellenländer gegenüber dem Dollar abgeschwächt. Allerdings machte das die Eurostärke teilweise wett. Die Wachstumsprodukte steuerten 31 Prozent zum Umsatz bei und legten gegenüber dem Vorjahresquartal um 17 Prozent zu.

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Als Wachstumsprodukte bezeichnet Novartis seit 2009 eingeführte Produkte, die in den wichtigsten Märkten USA, EU und Japan noch bis mindestens 2018 Exklusivrechte haben.

Novartis bekräftigte seine Jahresprognose. 

(sda/reuters/vst/moh)