Novartis verstärkt sein Geschäft mit Multiple-Sklerose-Medikamenten mit einer Milliarden-Transaktion. Der Pharmakonzern erwirbt vom britischen Konkurrenten GlaxoSmithKline (GSK) den in Entwicklung befindlichen Wirkstoff Ofatumumab.

Novartis bezahle vorerst 300 Millionen Dollar und nach Beginn einer Phase III-Studie weitere 200 Millionen Dollar, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Bei Erreichen von Meilensteinen kämen bis zu 534 Millionen Dollar hinzu. Zudem werde Novartis bis zu zwölf Prozent der Umsätze mit dem Medikament an GSK überweisen.

Der Wirkstoff Ofatumumab hat gemäss Novartis in den bisherigen Studien eine signifikante Verbesserung von Hirnverletzungen bei MS-Patienten gezeigt. Das Mittel sei nun bereit für den Start von Phase III-Studien. Bereits früher hatte Novartis die Rechte an Ofatumumab für Onkologie-Indikationen übernommen. So vermarktet der Basler Konzern das Medikament unter dem Markennamen Arzerra für Leukämie-Behandlungen.

(sda/dbe/ama)