Kosten für die Sanierung des Augenheilgeschäfts und für ein eingestelltes Entwicklungsprojekt haben den Gewinn des Pharmakonzerns Novartis im ersten Quartal geschmälert. Unter dem Strich stand mit 1,67 Milliarden Dollar 17 Prozent weniger Nettogewinn als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen aus Basel mitteilte.

Wegen der Generika-Konkurrenz und der Stärke der Konzernwährung Dollar sanken auch die Verkaufserlöse um ein Prozent auf 11,54 Milliarden Dollar. Immerhin: zu konstanten Wechselkursen resultiert ein Plus von 2 Prozent.

Jahresziele bestätigt

An den Zielvorgaben für das ganze Jahr hält Novartis-Chef Joseph Jimenez allerdings fest. Novartis geht 2017 von einem weitgehend stagnierenden Umsatz aus. Der bereinigte Betriebsgewinn dürfte in etwa stabil bleiben oder um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag sinken. Die Vorgaben gelten unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen.

Der Rückgang bei operativem Ergebnis wie beim Reingewinn war von Analysten allgemein erwartet worden. «Der Start in das laufende Geschäftsjahr dürfte für den Konzern voraussichtlich den Tiefpunkt bedeuten», schrieb im Vorfeld die Nachrichtenagentur AWP.

Aktie steigt

An der Börse wird die Nachricht gut aufgenommen. Die Aktien notieren um 10.30 Uhr 2,16 Prozent höher auf 75,70 Franken. Der Gesamtmarkt, gemessen am SMI, legte derweil um 0,39 Prozent zu.

Das Gros der Analysten sieht die von Novartis präsentierten Zahlen für das erste Quartal mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen. KeplerCheuvreux zeigt sich dabei erleichtert, dass die von einigen Marktteilnehmern erwartete negative Überraschung ausgeblieben ist. Gut kommt bei Jeffries zudem die bekräftigte Gesamtjahres-Prognose an. Auch diesbezüglich hatten einige Händler auf eine Rücknahme gesetzt.

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(sda/reuters/ise/chb)