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Novartis
Novartis-Präsident setzt voll auf Pharma

Im September überraschte Novartis-Präsident Jörg Reinhardt mit der Ernennung von Vas Narasimhan zum neuen CEO. Jetzt sagt er im Interview, warum der junge Amerikaner die richtige Wahl ist.

Von Seraina Gross
2017-10-11

Novartis-Präsident Jörg Reinhardt äussert sich im Interview mit der «Handelszeitung» erstmals ausführlich zu den Gründen, die zur Ernennung von Vas Narasimhan zum Konzernchef führten. Narasimhan bringe «Mut, Inspiration und hohe ethische Standards» mit, sagt Reinhardt. Der erst 41-jährige Arzt, zurzeit Entwicklungschef, wird am 1. Februar 2018 die Nachfolge von Joe Jimenez antreten.

Die beiden Männer kennen sich seit zehn Jahren. Narasimhan habe damals als Produktmanager für einen Meningitis-Impfstoff bei ihm begonnen, sagt Reinhardt, der zu der Zeit Chef der Division Impfstoffe und Diagnostics war. Man habe schon damals gesehen, dass Vas Narasimhan viel Potenzial habe. «Aber dass es zum Konzernchef reichen würde, das konnte man damals nicht sagen.»

Alles dreht sich um Innovation

Innovation werde für die pharmazeutische Industrie künftig noch wichtiger werden, als sie das heute schon sei, sagt Reinhardt. Das beziehe sich nicht nur auf die Entwicklung neuer Produkte, sondern auch auf die Digitalisierung und das Business-Modell.

In Sachen Alcon bleibt es beim Fahrplan. «Wir haben gesagt, dass wir dazu bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen Ende Oktober ein Update geben, und dabei bleibt es», so Reinhardt.

Geschäftsleitung ausgewechselt

Die Ansicht, wonach der Druck steige, die lahmende Augenheilsparte zu verkaufen, teilt er nicht. Mit der Verbesserung der Performance im zweiten Quartal sei der Druck «eigentlich eher zurückgegangen».

Jörg Reinhardt hat vor vier Jahren die Nachfolge von Daniel Vasella angreten. Seither hat er bei Novartis keinen Stein auf dem anderen gelassen. Das Unternehmen trennte sich von wenig erfolgreichen Geschäftsfeldern wie den Impfstoffen oder der Tiermedizin. Dafür gibt man nun Gas bei der Krebsmedizin. Zudem wurde fast die ganze Geschäftsleitung ausgewechselt.

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