Der Basler Pharmakonzern Novartis wird in diesem Jahr zu einem der grössten Jobmacher der Schweiz. «Wir werden ähnlich viele Arbeitsplätze schaffen wie im vergangenen Jahr», sagt Pascal Brenneisen, Chef von Novartis Schweiz, gegenüber der Zeitung «Der Sonntag». 2012 hatte Novartis in der Schweiz rund 500 Stellen geschaffen. «Ich erwarte, dass es so weitergeht», sagt Brenneisen.

Ausgebaut wird beispielsweise das Werk in Nyon, das noch vor einem Jahr vor der Schliessung stand. Nach massiven Protesten sowie einem Entgegenkommen der Mitarbeiter bei der Wochenarbeitszeit und einer Steuerreduktion der Behörden verzichtete Novartis jedoch überraschend auf die Schliessung und versprach einen Ausbau im Wert von 40 Millionen Franken.

Nun kommt es sogar zu einem zweiten grossen Investitionsprogramm. «Die Investitionen werden höher sein als die ursprünglich angekündigten 40 Millionen», sagt Brenneisen. «Wir werden weitere Investitionen tätigen in Nyon und voraussichtlich im April oder Mai mit positiven Neuigkeiten kommen.»

Konkret geht es um eine Verlagerung der Herstellung rezeptfreier Medikamente. «Wir werden die Produktion, die momentan von Dritten erledigt wird, nach Nyon verlagern», sagt Brenneisen. Neu werden zum Beispiel der Schnupfenspray Otrivin und das Fusspilzmittel Lamisil in Nyon produziert. Bisher lag deren Produktion bei nicht genannten Lohnherstellern.

(rcv)

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