Der Pharmakonzern Novartis stellt in den USA eine Generika-Produktionsstätte ein. Betroffen sind 450 Mitarbeiter, wie ein Novartis-Sprecher am Donnerstag sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen «Tages-Anzeiger», «Bund» und «Nordwestschweiz».

Grund für die Schliessung der Produktion in Broomfield (Colorado) sei die zweistellige Preiserosion auf dem US-Generika-Markt, sagte Novartis-Sprecher Satoshi Sugimoto auf Anfrage. Mehrere Produkte seien in gesättigten Märkten nicht mehr wettbewerbsfähig. Sie sollen nicht mehr hergestellt oder veräussert werden.

Sparprogramm trifft auch Mitarbeiter in der Schweiz

Die kommerzielle Produktion des Generika-Solid-Portfolios soll am bestehenden Fertigungsstandort Wilson (NC) konsolidiert werden. Neben den 450 US-Angestellten erhielten im Zuge des Sparprogramms im Mai bereits 500 Mitarbeiter in der Schweiz eine Hiobsbotschaft.

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Da Novartis bis 2020 etwa eine Milliarde US-Dollar einsparen will, hatte der Konzern angekündigt, in den nächsten eineinhalb Jahren am Hauptsitz bis zu 500 Stellen zu streichen, respektive ins Ausland zu verlagern, etwa nach Indien. Gleichzeitig sollen in Basel 350 neue, andere Arbeitsplätze geschaffen werden. In der Schweiz beschäftigt Novartis knapp 13'000 Personen. In den USA sind es 23'000.

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(sda/gku)
 

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