Der Pharmakonzern Novartis hat den Umsatz im dritten Quartal 2014 um 4 Prozent auf 14,70 Milliarden US-Dollar gesteigert; zu konstanten Wechselkursen (kWk) betrug der Anstieg 5 Prozent und lag damit am oberen Ende der Gesamtjahres-Guidance. In der Folge wurde der bisherige Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt.

Die fortgeführten Bereiche - die «neue» Novartis lag mit einem Anstieg der Verkäufe in den Divisionen Pharma, Alcon und Sandoz um 2 Prozent auf 12,99 Milliarden (+3 Prozent zu kWk) etwas unter dem Gesamtkonzern, wie Novartis am Dienstag mitteilte. Der grösse Bereich - Pharma - trug einen Umsatz von 7,93 Milliarden bei und konnte den Umsatz in US-Dollar damit halten, zu kWk resultierte ein Plus von 1 Prozent.

45 Prozent mehr Reingewinn

Das operative Gesamtergebnis stieg um 14 Prozent auf 2,98 Milliarden US-Dollar (+18 Prozent zu kWk); der Reingewinn fiel um 45 Prozent höher aus mit 3,24 Milliarden (+49 Prozent zu kWk). Darin eingeschlossen sei ein Vorsteuergewinn von 0,8 Milliarden aus dem Verkauf der Idenix-Aktienbeteiligung. Der Free-Cash-Flow sank indessen um 9 Prozent auf 3,17 Milliarden.

Anzeige

Das operative Kern-Ergebnis wird mit 3,84 Milliarden (+8 Prozent; +11 zu kWk) höher ausgewiesen. Der Kern-Reingewinn erreichte 3,35 Milliarden (+9 Prozent, +12 Prozent zu kWk) oder 1,37 US-Dollar je Aktie (+10 Prozent; +13 Prozent zu kWk).

Markterwartungen übertroffen

Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat Novartis die Markterwartungen übertroffen. Analysten haben im Vorfeld gemäss AWP-Konsens mit einem Umsatz von 14,47 Milliarden US-Dollar, davon 7,80 Milliarden aus dem Pharmageschäft gerechnet. Die Prognosen für den Kern-Ebit lauteten auf 3,71 Milliarden. Der Kern-Gewinn je Aktie bei 1,32 US-Dollar erwartet.

«Novartis erzielte im dritten Quartal sehr gute Ergebnisse. Wir verzeichneten ein solides Umsatzwachstum und steigerten die Margen», gibt sich CEO Joseph Jimenez in der Mitteilung zufrieden. Gleichzeitig hätten in der Forschung und Entwicklung wichtige Meilensteine ereicht werden können, insbesondere mit LCZ696 bei Herzinsuffizienz sowie AIN457 zur Behandlung von Psoriasis.

Darüber hinaus sieht sich das Management bezüglich Effizienzgewinne auf Kurs. Entsprechend wurde die Konzern-Guidance für das Gesamtjahr bestätigt. Damit wird ein Anstieg des Nettoumsatzes des Konzerns im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich (zu kWk) sowie eine Zunahme des operativen Kernergebnisses über dem Niveau des Umsatzwachstums im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich (zu kWk) erwartet.

Lehner tritt aus dem Verwaltungsrat aus

Gleichzeitig mit der Publikation des Drittquartalsergebnisses gab Novartis bekannt, dass sich Ulrich Lehner der kommenden Generalversammlung vom 27. Februar 2015 nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat stellen wird. Novartis dank Lehner auf «aufrichtig für seine 13-jährigen wertvollen Dienste im Verwaltungsrat von Novartis wie auch für sein Engagement und seinen Einsatz für das Unternehmen als Vizepräsident».

Anzeige

Als neues Mitglied wird den Aktionären Nancy C. Andrews zur Wahl vorgeschlagen. Andrews absolvierte ein Medizinstudium an der Harvard Medical School und promovierte am Massachusetts Institute of Technology in Biologie. Seit 2007 ist sie Dekanin der Duke University School of Medicine und Vizekanzlerin für akademische Angelegenheiten. Gegenwärtig ist sie Mitglied im Rat des Institute of Medicine of the National Academies sowie im Direktorium der American Academy of Arts and Sciences, schreibt Novartis weiter.

(awp/ise/me)