GRÖSSTE DEALS DER SCHWEIZ . Die Nummer eins gebührt einem Multi: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé erwarb im vergangenen Jahr von Novartis die amerikanische Babynahrungsmittelsparte Gerber für 6,7 Mrd Fr., was das höchste M&A-Transaktionsvolumen mit Schweizer Beteiligung darstellt.

Die aus Schweizer Optik zweitgrösste Akquisition tätigte die Swisscom. Sie erwarb für 4,97 Mrd Fr. den italienischen Breitband- anbieter Fastweb. Durch die ein-gekaufte Technologie, mit der die Hausverkabelung umgangen werden soll, erhofft sich die Swisscom eine Senkung der Installationskosten. Für Aufsehen sorgt die drittgrösste, jedoch noch nicht durchgeführte, sondern vorerst angekündigte Akquisition: Roche bietet 3,3 Mrd Fr. für das US-Diagnostikunternehmen Ventana. Die entsprechende Offerte wurde im Juni 2007 erstmals vorgelegt; die Angebotsfrist ist bis zum 17. Januar 2008 ein drittes Mal verlängert worden, weil sich Ventana gegen die Akquisition wehrt.Im Rampenlicht der M&A-Aktivitäten, und zwar gleich in dreifacher Hinsicht, stand 2007 der grösste Lebensversicherer der Schweiz, Swiss Life. Zunächst verkaufte sie für 1,8 Mrd Fr. ihre Banca del Gottardo an die Generali-Gruppe. Danach veräusserte sie ihre beiden Ländergesellschaften Niederlande und Belgien. Käuferin war die SNS Reaal für 2,5 Mrd Fr. Schliesslich erwarb Swiss Life in einem aufsehenerregenden Deal für 1,9 Mrd Fr. den deutschen Finanzdienstleister AWD.Zu reden gab 2007 der Verkauf der Hirslanden-Gruppe an die südafrikanische Medi-Clinic (2,8 Mrd Fr.). Schliesslich musste sich nach einer erbitterten, letztlich erfolglosen Abwehrschlacht der Rückversicherer Converium der französischen Scor beugen (2,2 Mrd Fr.).