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Novartis wächst und kauft Krebsspezialisten

Novartis
Novartis: Wichtige neue Medikamente treiben Umsatz.Quelle: © KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS

Der Pharmariese hat das Wachstum im dritten Quartal fortgesetzt. Zudem übernimmt Novartis den Krebsspezialisten Endocyte.

Veröffentlicht am 18.10.2018

Bei Novartis hat sich das Wachstum auch im dritten Quartal fortgesetzt. Vor allem die Pharmasparte Innovative Medicines hat von einer steigenden Nachfrage nach den beiden wichtigen neuen Medikamenten Cosentyx und Entresto profitiert. Für das Gesamtjahr hat der Pharmakonzern denn auch seine Umsatzprognose erhöht. Finanzchef Harry Kirsch hatte schon vor einigen Wochen angedeutet, dass es zu einem solchen Schritt kommen könnte.

Laut Mitteilung vom Donnerstag hat Novartis im dritten Quartal einen Nettoumsatz von 12,8 Milliarden US-Dollar erzielt - ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Löwenanteil entfiel auf die Sparte Innovative Medicines, die ihre Erlöse um 6 Prozent auf 8,6 Milliarden steigerte.

Alcon auf Erholungskurs

Dagegen fiel die Entwicklung der beiden anderen Geschäftsfeldern Alcon und Sandoz eher uneinheitlich aus: Die Augensparte Alcon hat mit einem Umsatz von 1,8 Milliarden (+3 Prozent) ihre Erholung weiter fortgesetzt. Bei der Generikasparte Sandoz machte sich hingegen der anhaltende Preisdruck auf dem US-Markt erneut bemerkbar, wie der Umsatzrückgang um 6 Prozent auf 2,4 Milliarden zeigt.

Der Reingewinn verminderte sich um gut 20 Prozent auf 1,6 Milliarden. Den Rückgang führt Novartis vor allem auf das niedrigere operative Ergebnis und den Wegfall des Gewinns aus dem Consumer-Healthcare-Joint-Venture zurück, das im zweiten Quartal an GSK veräussert worden war.

Milliardenschwerer Zukauf

Mit einem weiteren Zukauf baut Novartis zudem sein Krebsgeschäft aus. Für die US-Biotechnologiefirma Endocyte wollen die Schweizer 2,1 Milliarden Dollar auf den Tisch legen. Konzernchef Vasant Narasimhan, seit Februar an der Novartis-Spitze, richtet den Konzern im Eiltempo neu aus. Er setzt auf spezialisierte, auf Patienten abgestimmte Arzneien und neue Ansätze wie etwa die Gentherapie.

Bei den Anlegern kamen die Neuigkeiten gut an. Die Novartis-Aktien wurden vorbörslich um mehr als ein Prozent fester indiziert.

Erwartungen nicht ganz erfüllt

Mit den vorgelegten Zahlen hat der Konzern die durchschnittlichen Schätzungen der von AWP befragten Analysten nicht ganz erfüllt.

Beim Ausblick auf das Gesamtjahr hat der Konzern die Ziele für den Gruppenumsatz auf ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöht. Bislang wurde ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Das operative Kernergebnis soll derweil weiter um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz steigen.

Novartis teilte zudem mit, dass Klaus Moosmayer zum Chief Ethics, Risk und Compliance Officer ernannt wurde.

(awp/reuters/gku)

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