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Gerücht
Novartis winkt wohl ein Milliardenangebot

Novartis: Noch sind die Basler Partner von GSK.   Keystone

Novartis führt mit dem britischen Konkurrenten GSK ein Joint-Venture. Jetzt möchte GSK das Gemeinschaftsunternehmen offenbar komplett für sich.

Veröffentlicht am 15.05.2017

Novartis könnte womöglich eine Offerte für seinen Anteil an dem Joint-Venture mit dem britischen GlaxoSmithKline (GSK)-Konzern erhalten. Wie die britische Zeitung «The Times» am Wochenende berichtete, bereitet GSK seine Aktionäre derzeit auf eine Ausweitung der Gesundheitssparte (Consumer Healthcare) vor.

Die Zeitung bringt dabei eine Summe von 8 Milliarden Pfund (10,3 Milliarden Franken) ins Spiel. Bei Novartis selbst heisst es auf Anfrage von der Finanznachrichtenagentur AWP, man kommentiere Spekulationen nicht. An der Börse sorgten die Gerücht zunächst nicht für Aufregung: Die Novartis-Aktie notierte am Montagmorgen im Minus.

Führende Aktionäre machen Druck

Wie das Blatt weiter berichtet, hätten führende Aktionäre des britischen Pharmakonzerns angegeben, GSK habe sie darauf vorbereitet, dass man den Basler Partner aus dem Gemeinschaftsunternehmen herauskaufen wolle.  Novartis hält den Angaben zufolge 36,5 Prozent an dem Joint Venture für nicht rezeptpflichtigen Gesundheitsprodukte.

Das Gemeinschaftsunternehmen ist Bestandteil des umfangreichen Umbaus, den Novartis in den vergangenen Jahren durchlebt hat. Im Frühjahr 2014 war die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Teil einer insgesamt mehrteiligen Transaktion, in deren Rahmen Novartis zudem den Krebsmedikamenten-Bereich des britischen Konkurrenten GSK gekauft und im Gegenzug den Impfstoff-Bereich an GSK verkauft hatte.

(sda/mbü/me)

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