Der Reise-Detailhändler Dufry hat im ersten Quartal 2015 den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 Prozent auf 1019 Millionen Franken gesteigert. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda stieg um 9,0 Prozent auf 92,0 Millionen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Unter dem Strich resultierte aber aufgrund verschiedener Sondereffekte ein Reinergebnis von -9,0 Millionen nach einem Gewinn von 2,8 Millionen im Vorjahr.

Das starke Wachstum ist vor allem auf die Konsolidierung von Nuance zurückzuführen. Auf organischer Ebene ging der Umsatz dagegen um 4,7 Prozent zurück. Der flächenbereinigte Umsatz sank um 2,1 Prozent. Neue Konzessionen trugen 3,5 Prozent zum Umsatzwachstum bei, auf der anderen Seite führte die Aufgabe von Geschäften und Konzessionsverluste zu einem Minus von -6,1 Prozent. Einen positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung hatten die Wechselkurse mit +2,7 Prozent.

Erwartungen nicht ganz erfüllt

Mit den vorgelegten Zahlen hat Dufry die Erwartungen der Analysten gemäss AWP-Konsens beim Umsatz nicht ganz getroffen, auf Stufe Reingewinn aber deutlich übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1'030 Millionen Franken, einem Ebitda von 91,6 Millionen und einem Reinverlust nach Minderheiten von 33,3 Millionen gerechnet.

Der Bruttogewinn lag mit 586,3 Millionen Franken um 28 Prozent über dem Vorjahreswert, womit die Bruttomarge auf 57,5 Prozent von 58,9 Prozent zurückging. Unter Ausschluss von Nuance verbesserte sich die Bruttomarge dagegen um 30 Basispunkte auf 59,2 Prozent.

Schöne Aussichten

Mit Blick auf die weltweiten Passagierzahlen rechnet Dufry für das Gesamtjahr 2015 mit einem Wachstum von 4 Prozent. Die Synergieerwartungen aus der Nuance-Übernahme von 70 Millionen Franken ab 2016 werden bestätigt. Im laufenden Jahr stehe die Integration von Nuance und im Jahr 2016 die Eingliederung der im März übernommenen World Duty Free im Fokus, so die Meldung.

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