Nach dem Verkaufsverbot für mutmasslich bedenkliche Maggi-Nudeln von Nestlé will die indische Regierung den Hersteller zu einer Schadenersatzzahlung verpflichten. Das Konsumentenschutzministerium wird eine Forderung bei der zuständigen Nationalen Kommission einreichen.

Die Mindestsumme, die verlangt werden könnte, belaufe sich auf 10 Millionen Rupien (146'000 Franken), sagte Vizeminister G.C Rout am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Nestlé wollte sich zu der drohenden Schadenersatzforderung zunächst nicht äussern.

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Behörden verbieten den Verkauf

Die indische Lebensmittelaufsicht hatte dem Konzern am Freitag die Herstellung und den Verkauf von Maggi-Instantnudeln verboten, nachdem bei Tests in einigen Bundesstaaten erhöhte Bleiwerte gefunden wurden.

Die Behörde erklärte, ein Bleigehalt «oberhalb der erlaubten Grenzwerte» könne das Produkt «unsicher und gefährlich» machen. Wegen starker Proteste in der Bevölkerung hatte Nestlé zuvor bereits angekündigt, die Nudeln aus dem Handel zu nehmen. Das Unternehmen hält das Produkt aber für «sicher für den Verzehr».

Pasta wird nun auch untersucht

Die Lebensmittelaufsicht kündigte am Montag an, weitere Nudelmarken und auch abgepackte Pasta überprüfen zu lassen. Insgesamt würden 33 Produkte auf Blei, Arsen und 19 andere Stoffe getestet, darunter auch weitere von Nestlé Indien. Überprüft werden sollen unter anderem aber auch Produkte des indischen Herstellers ITC.

(sda/ise/me)