Auf den Lebensmittelhersteller Nestlé kommen wegen der «Nudel-Affäre» in Indien offenbar Schadenersatzansprüche zu. Die indische Regierung kündigte am Mittwoch an, 6'400 Millionen Rupien oder umgerechnet knapp 100 Millionen Franken einfordern zu wollen, wie es in diversen Presseberichten heisst.

In einer Klage vor dem National Consumer Disputes Redressal Commission (NCDRC) wirft das indische Ministerium für Konsumentenangelegenheiten Nestlé «unfaire Handelspraktiken» bzw. die «Täuschung» von Konsumenten vor, indem es Millionen von indischen Konsumenten im Glauben gelassen habe, der Konsum von Maggi-Nudeln sei sicher.

Nestlé weiss von nichts

Bekanntlich hat Nestlé fast 400 Millionen Maggi-Nudelpackungen aus dem Markt genommen, nachdem dem Westschweizer Konzern vorgeworfen worden war, dass die Nudeln zu hohe Bleiwerte enthielten.

Wie Nestlé in einem Statement (datiert vom 11.8.) auf der Homepage seiner Indien-Tochter schreibt, hat der Konzern offiziell noch keine Kenntnis von der NCDRC-Klage und will die Angelegenheit entsprechen (noch) nicht kommentieren.

(awp/dbe/ama/chb)

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