Moderne Mobiltelefone erschlagen Benutzer beinahe mit einer unübersichtlichen Flut von Anwendungen und Funktionen. Das macht eine gelungene Menü-Führung umso wichtiger. Die Synchronisation mit dem PC ist ein weiterer zentraler Punkt. Kontakte und Dokumente müssen schnell und unkompliziert mit PC oder Mac ausgetauscht werden können. Hier zeigen sich die vier Geräte Samsung Omnia, Nokia N96, Apple iPhone und BlackBerry Bold von ihrer starken Seite.

Alle vier Geräte lassen sich leicht mit Drahtlosnetzwerken verbinden. Das erfreut ungeduldige und sparsame Benutzer. Denn über die Netzwerke im Büro oder zuhause lässt sich rasanter surfen. Und: Über diesen Weg fallen meistens keine zusätzlichen Kosten an. Durch die grossen Displays und die ressourcenfressenden Anwendungen sind die Handys jedoch zu richtigen Stromfressern geworden. Ob iPhone oder BlackBerry, eine Steckdose sollte sich immer in der Nähe befinden, wenn man häufig Musik hört oder fleissig im Internet surft. Tägliches Aufladen ist zu einem Muss geworden. Sonst bleiben die hochwertigen Displays schwarz. Das Omnia von Samsung und das Nokia N96 zeigen sich nur leicht genügsamer. Die Verarbeitung der Geräte ist überraschend robust. Der Gadget-Versicherer Squaretrade zeigt in einer vor kurzem veröffentlichten Studie, dass das iPhone trotz aller Unkenrufe zu den stabilsten Smartphones auf dem Markt gehört. Im ersten Betriebsjahr treten bei 5,6% der Geräte Defekte auf. Beim BlackBerry fallen im ersten Jahr insgesamt 12% aus. Für das Samsung Omnia und das Nokia N96 liegen noch keine Daten vor.

iPhone-Erfolg dank Fangemeinde

Seit dem letzten System-Update läuft das iPhone wesentlich stabiler. Gerüchteweise soll die bald erscheinende Systemsoftware 2.2 eine höhere Softwarestabilität und neue Optionen bieten. So mancher Schweizer wünscht sich etwa, die Texterkennung ganz auszuschalten, falls er doch einmal eine SMS auf «Schwiizerdütsch» schreiben möchte.Apple hat erfolgreich auf den Enthusiasmus der grossen Fangemeinde gesetzt. Auf dem Online-Marktplatz ist eine wachsende Zahl nützlicher Applications zu haben, die von Drittentwicklern veröffentlich wurden. So lässt GottaGo einen schnell die nächste ÖV-Verbindung finden, Tramdroid hilft in Zürich das richtige Tram zu nehmen, und Bloomberg informiert aktuell über die wichtigsten Börsen-News. Das Programm Fring nimmt die Skype-Kontakte auf die Reise mit. So kann man über das Hotel-Wireless-Lan die kostengünstige Skype-Out-Funktion verwenden, um bei den Daheimgebliebenen anzurufen. Mit der hohen Flexibilität kann das iPhone punkten. In diesem Bereich haben die anderen Anbieter fast keine Chance. Vielen Konsumenten gefällt jedoch die Abhängigkeit von der Mediensoftware iTunes nicht. Das BlackBerry Bold 9000 von RIM verfügt nur im Ansatz über solche Multimedia-Funktionalitäten der anderen Modelle. Das spielt auch keine Rolle, denn das Bold macht das gut, was ein BlackBerry am besten kann: Es ist ein Business-Handy. Mit der vollständigen Tastatur lassen sich beidhändig schnell und einfach Texte tippen. Die GPS-Funktion des BlackBerry ist stabil und navigiert sicher zum Ort des nächsten Meetings. Die Mail-Anbindung funktioniert rasch und problemlos.

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Handys können teuer werden

Aufpassen sollte man bei vielen Geräten, wenn man mit grossen Datenmengen operiert. Die GPS-Funktion kann bei Auslandsreisen ein teures Vergnügen werden. Bei gewissen Abos werden bis zu 8 Fr. pro heruntergeladenes Megabyte fällig. Ein Taxi zu nehmen, ist dann nicht nur angenehmer, sondern auch noch günstiger. Für experimentierfreudige Technik-Freaks ist das Google G1 Android eine Alternative. Obwohl es in der Schweiz noch nicht vertrieben wird, kann beim Online-Händler Digitec das US-Gerät bereits für 799 Fr. geordert werden. Wann das Open-Source-Handy offiziell verkauft werden soll, steht noch nicht fest.