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Entlassung
Nun haben Libor-Betrügereien Konsequenzen

Citibank: Die Amerikaner handeln. (Bild: Bloomberg)

Die Grossbanken Citibank und HSBC stellen betrügerische Devisenhändler auf die Strasse. Die Libor-Ermittlungen könnten sich ausweiten.

Veröffentlicht am 17.01.2014

In der weltweiten Affäre um Manipulationen am Devisenmarkt haben die beiden Grossbanken HSBC und Citigroup Händler suspendiert. Ein HSBC-Sprecher sagte am Freitag, dass das britische Geldhaus zwei Händler in London bis auf weiteres von deren Dienstpflichten entbunden habe. Details nannte er nicht.

Bei der Citigroup wurden nach Angaben eines Sprechers ebenfalls zwei Devisenhändler "beurlaubt". Aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen verlautete, dass einer in London arbeite und der andere in New York.

Regulierer aus den USA waren in dieser Woche in London eingetroffen, um ihre Ermittlungen in Zusammenarbeit mit britischen Aufsichtsbehörden auszuweiten. Händler von etlichen Grossbanken stehen im Verdacht, an Referenzkursen gedreht zu haben.

Die Untersuchungen der Behörden konzentrieren sich auf sogenannte Chatrooms, über die elektronische Nachrichten mit Mitarbeitern anderer Banken ausgetauscht werden.

Der Markt ist riesig. Pro Tag werden weltweit Währungen im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar umgesetzt.

In Grossbritannien hatten Institute wie Barclays und RBS ebenfalls bereits Händler suspendiert. Insgesamt nimmt die britische Regulierungsbehörde rund 15 Banken unter die Lupe, die um Informationen mit Blick auf mögliche Manipulationen gebeten wurden. Im Skandal um den Interbanken-Referenzzins Libor haben Investmentbanken bereits Milliardenbussen gezahlt.

(sda/chb)

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