Nachdem Facebook abgeblitzt ist, kommt nun offenbar die nächste Gelegenheit für Evan Spiegel. Die neuen Verhandlungen meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Sie beruft sich dabei auf nicht näher genannte Kreise. Sind die Gespräche erfolgreich, wird der erst 24-jährige Firmengründer auf einen Schlag Multimilliardär.

In der interessierten Investorengruppe befindet sich mit der chinesischen Alibaba eines der grössten E-Commerce-Unternehmen in Asien. Snapchat wurde mit zehn Milliarden Dollar bewertet. Die Sprecher von Snapchat und Alibaba lehnten einen Kommentar gegenüber Bloomberg ab.

Bei Jugendlichen immer beliebter

Snapchat wird vor allem von Jugendlichen genutzt. Mit der App können Bilder verschickt werden, die sich nach ein paar Sekunden beim Empfänger automatisch löschen. Dies soll verhindern, dass Aufnahmen der nächtlichen Ausschweifungen nicht dauerhaft im Internet zu sehen sind.

Letztes Jahr hatte Facebook bei Spiegel an die Tür geklopft. Denn Snapchat wird bei Jugendlichen immer beliebter. Seit sich ihre Eltern und Lehrer auf dem sozialen Netzwerk tummeln, kommunizieren sie lieber via Snapchat. Erst kürzlich musste Facebook zugeben, dass man bei den ganz jungen Nutzern verliere. Der Konzern wollte deshalb den Feind ins eigene Haus holen. Bot er 2012 noch eine Milliarde Dollar für Snapchat, lagen 2103 schon drei Milliarden auf dem Tisch – in bar.

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An der Eliteuni Stanford studiert

Doch Spiegel lehnte ab. Und bekommt nun vielleicht Recht. Der junge Mann studierte an der renommierten Uni Stanford Produktdesign. Später arbeitete er für den amerikanischen Hersteller von Standardanwendungssoftware Intuit, bevor er sich selbstständig machte.