Hunderttausende Anleger, die 2011 beim Börsengang des Geldhauses Bankia Aktien zeichneten, haben ihre Investitionen grösstenteils verloren. Doch nun können sie Schadenersatz verlangen. Das Gutachten bedeute für die Investoren einen «Riesenschritt zur Rückerlangung ihrer Geldanlagen», sagte der Chef einer Anwaltskanzlei der Zeitung «El Mundo».

Zwei Experten der Zentralbank hatten in einem Gutachten festgestellt, dass Bankia seinen Börsengang mit gefälschten Bilanzen unternommen habe. Das Geldhaus stand damals unter der Führung des ehemaligen Direktors des Weltwährungsfonds (IWF), Rodrigo Rato.

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Strikte Überwachung

Der frühere spanische Wirtschafts- und Finanzminister wies die Vorwürfe zurück. «Wir hatten nicht die geringste Absicht, jemanden zu betrügen», sagte Rato dem Radiosender Onda Cero. «Dies wäre aufgrund der strikten Überwachung auch gar nicht möglich gewesen.»

(sda/se)