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Übernahme
Nun zeigt die Tessiner KB Interesse an BSI

Tessiner Kantonalbank: Kaufabsichten offiziell gemacht. Keystone

Die Tessiner Kantonalbank hat offiziell Kaufüberlegungen für die Privatbank BSI bekundet. Zuvor waren mehrere Institute abgesprungen.

Veröffentlicht am 14.01.2016

Rund um den bevorstehenden Kauf der Tessiner Bank BSI meldet nun die Tessiner Kantonalbank (BancaStato) ihr Interesse an. Man habe kurz vor dem Jahresende 2015 zusammen mit zwei nicht genannten Partnern eine unverbindliche Absichtserklärung für den Kauf des Finanzinstituts deponiert, teilte die Bank mit.

Die Bank habe daher den Tessiner Staatsrat informiert, heisst es weiter. Die BancaStato glaubt, der Kauf der BSI wäre eine «hervorragende Investitionsmöglichkeit» und von Interesse für den gesamten Finanzsektor. Zudem könne so die Zerstückelung der BSI vermieden werden.

Julius Bär lehnt ab

Dagegen kommt eine Absage von einem weiteren potenziellen Käufer: Julius Bär sei an einer Übernahme der Tessiner Bank «nicht wirklich interessiert», sagte Bär-CEO Boris Collardi gegenüber Reuters am Rande einer Veranstaltung in Bern. Die Zürcher Privatbank bestätigte die Aussage auf der Nachrichtenagentur AWP.

Bereits am Vortag hatte die Bank J. Safra Sarasin ihr Kaufinteresse dementiert. «Weder J. Safra Sarasin noch die Safra Group haben die Absicht BSI zu erwerben«, sagte eine Sprecherin.

Dringend Liquidität gebraucht

Bekanntlich braucht die brasilianische BTG Pactual Gruppe, in deren Besitz sich die BSI seit Mitte 2014 befindet, dringend Liquidität. Deren früherer Chef André Esteves war Ende vergangenen Jahres aufgrund von Korruptionsvorwürfen in Brasilien verhaftet worden war.

(sda/me/chb)

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