Die Lage für den angeschlagenen Elektronikkonzern Sharp hellt sich etwas auf: Erstmals seit langem hat das Unternehmen wieder einen kleinen Betriebsgewinn erwirtschaftet, rechnet aber unverändert mit tiefroten Zahlen für das Gesamtjahr.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember 2012 erzielte Sharp einen geringen operativen Gewinn von 2,6 Milliarden Yen (24 Millionen Franken), wie der Konzern in Tokio mitteilte. Zuvor hatte es über mehrere Quartale nur Verluste gegeben.

Trotz dieses kleinen Lichtblicks blieb unter dem Strich noch ein Verlust von 36,7 Milliarden Yen, nach einem Minus von rund 174 Milliarden Yen ein Jahr zuvor. In den ersten neun Monaten verdoppelte sich der Nettoverlust den Angaben zufolge auf 424,34 Milliarden Yen. 

Ungeachtet des Hoffnungsschimmers im dritten Quartal geht Sharp weiter von einem Nettoverlust von 450 Milliarden Yen für das Gesamtjahr aus. Sharp leidet unter der schwachen Weltkonjunktur und steckt mitten in einem radikalen Umbau des Konzerns. Dabei werden auch zahlreiche Stellen gestrichen.

Panasonic rechnet mit Betriebsgewinn auf Jahressicht 

Der ebenfalls im Umbau befindliche Sharp-Wettbewerber Panasonic kehrte derweil im abgelaufenen Quartal in die Gewinnzone zurück. In den drei Monaten bis Ende Dezember lag der Betriebsgewinn bei 34,6 Milliarden Yen (rund 344 Millionen Franken), wie der japanische Elektronikkonzern mitteilte. Vor einem Jahr wurde noch ein Verlust von 8,1 Milliarden Yen verbucht. 

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Im Gesamtjahr soll zwar ein Betriebsgewinn herausspringen. Wegen milliardenschwerer Abschreibungen im Mobilfunk- und Energiegeschäft rechnet Panasonic aber unter dem Strich mit einem Nettoverlust von 765 Milliarden Yen, dem zweithöchsten in der Firmengeschichte. Zudem schreibt die Fernsehsparte rote Zahlen.

Konzernchef Kazuhiko Tsuga strebt einen radikalen Umbau an. Er will sich von verlustreichen oder wenig rentablen Sparten trennen. Stattdessen sollen die Geschäfte mit Haushaltsgeräten und Batterien ausgebaut werden.

(tno/aho/sda)