Nach mehr als 80 Jahren ist Schluss mit Papier: Das US-Magazin «Newsweek» erscheint im Dezember zum letzten Mal als gedruckte Version - danach nur noch in digitaler Form, wie die zu «Newsweek» gehörende Nachrichtenseite «Daily Beast» berichtet.

Bereits im Sommer hatten Gerüchte über eine vollständige Verlagerung die Runde gemacht - damals dementierte Chefredaktorin Tina Brown entsprechende Berichte.

Weltweite Strategie

Nun wolle «Newsweek» im Online-Bereich und auf dem Tablet seine Aktivitäten ausweiten. Ausserdem wolle man sich stärker auf globale Kooperationen und den Eventbereich konzentrieren, heisst es. 

Auch der Name ändert sich: Die weltweit identische Ausgabe heisst ab Januar 2013 «Newsweek Global». Mit anderen Worten: Die bestehenden Lizenzausgaben in anderen Sprachen verschwinden.

Keine Überraschung

Überraschend kommt der Schritt nicht - «Newsweek» steckt in der Krise: Die Werbeflaute hatte zur Folge, dass die bisherige Eigentümerin «Washington Post» die Notbremse zog und die Publikation im August 2011 an den 92 Jahre alten Unternehmer Sidney Harman verkaufte. Symbolischer Preis: ein Dollar.

Im November 2011 war die einflussreiche «Newsweek» mit «Daily Beast» fusioniert worden.

(vst/aho)