Japans grösster Pharmakonzern Takeda hat seinen Gewinn dank der Einführung neuer Medikamente und Sparmassnahmen ausgebaut. Von April bis Juni stieg der Betriebsgewinn des Mutterkonzerns der Zürcher Nycomed um gut acht Prozent auf 116 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Franken).

Takeda (Aktienkurs Takeda) profitierte dabei besonders von den Einnahmen mit neu eingeführten Medikamenten in Japan. Experten zweifeln allerdings, dass diese Erlöse langfristig den Rückgang im grössten Pharmamarkt USA wettmachen können. Dort droht Takedas Top-Umsatzbringer - dem Diabetesmittel Actos - bald Konkurrenz durch billigere Nachahmerprodukte.

Um die Einnahmeausfälle durch den Verlust wichtiger Patente aufzufangen, hat Takeda im Mai die Übernahme von Nycomed für knapp zehn Milliarden Euro angekündigt. Der Konzern will damit zudem wie die einheimischen Rivalen Astellas und Daiichi Sankyo seine Position in den westlichen Arzneimittelmärkten und Schwellenländern ausbauen, wo Nycomed stark vertreten ist.

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Für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2011/12 bekräftigte Takeda seine Prognose und rechnet weiter mit einem Anstieg des Betriebsgewinns um sechs Prozent auf 390 Milliarden Yen.

(tno/cms/sda)