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NZZ-CEO Dengler baut in Wien um: Neun Jobs weg

NZZ in Zürich: Muss künftig Mehrarbeit für Wien leisten. Keystone

Die NZZ-Mediengruppe tritt ein Jahr nach der Lancierung des österreichischen Online-Angebots auf die Kostenbremse. In Wien gehen neun Stellen verloren, die Arbeit fällt künftig in Zürich an.

Veröffentlicht am 15.03.2016

Das österreichische Online-Portal «NZZ.at» wird ein Jahr nach dem Start umgebaut. Technik, Marketing und internationale Themen sind künftig in Zürich angesiedelt. Neun Personen verlieren damit ihre Stelle in Wien.

Im Zentrum stehe die Integration von «NZZ.at» in die technische Infrastruktur sowie in die neuen datengetriebenen Marketingsysteme und -prozesse des Mutterhauses, teilte die NZZ-Mediengruppe am Dienstag mit. Auch redaktionell komme es zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Wien und Zürich.

Internationales aus Zürich

So werden internationale Themen künftig von der NZZ-Redaktion in Zürich abgedeckt. Die Redaktion in Wien werde sich noch stärker auf österreichische Themen rund um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konzentrieren.

Aufgrund der engeren Verzahnung zwischen Zürich und Wien in den Bereichen Technologie, Marketing und Redaktion werden bis September neun Mitarbeitende von «NZZ.at» das Unternehmen verlassen. Keines der Arbeitsverhältnisse werde kurzfristig aufgelöst, schreibt die NZZ-Mediengruppe.

Ein wichtiger Markt für die «NZZ»

«NZZ.at» habe sich im ersten Jahr als «liberale Stimmen im österreichischen Medienmarkt» gut etabliert. Das zeigten etwa die enge Interaktion mit mehreren tausend Abonnenten und die regelmässig ausgebuchten Clubabende.

Laut dem Chef der NZZ-Mediengruppe, Veit Dengler, ist und bleibt Österreich ein wichtiger Markt für die «NZZ». Mit der neuen Aufstellung werde die Zukunft von «NZZ.at» gesichert.

Millioneninvestition für den Launch

Noch im Februar zeigte sich Dengler mit dem Anfang 2015 gestarteten Online-Projekt in Österreich nicht ganz zufrieden. In der öffentlichen Debatte könne das Medium noch relevanter sein. «Das ist ein laufender Prozess, wir werden sicher an dem Produkt weiter schrauben müssen», betonte er damals in einer Diskussion in Wien.

Die NZZ Österreich GmbH hatte im Gründungsjahr 2014 von der Schweizer Mutter einen Kredit von umgerechnet rund 1,3 Millionen Franken erhalten. Nach Dengler ist diese Investition Teil der Produkt- und Internationalisierungsstrategie der NZZ-Mediengruppe.

(sda/ise/ama)

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