OC Oerlikon hat in der ersten Jahreshälfte 2013 einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet. Die grössten Beiträge zum Ergebnis stammten aus den Segmenten Manmade Fibers und Coating. 

Der Umsatz ging in der Berichtsperiode um 2 Prozent auf 1,44 Milliarden Franken zurück, wie der Industriekonzern mitteilte. Auch der Bestellungseingang fiel um 2 Prozent niedriger aus und erreichte 1,48 Milliarden. Der Bestellungsbestand per Mitte Jahr betrug 888 Millionen nach 894 Millionen zum Ende des ersten Quartals 2013.

Der Betriebsgewinn (Ebit) erreichte 174 Millionen Franken, verglichen mit einem um den Liegenschaftsverkauf in Arbon bereinigten Wert von 194 Millionen im Vorjahr. Die entsprechende Marge ging um einen Prozentpunkt auf 12,1 Prozent zurück.

Leicht über den Prognosen

Das Konzernergebnis aus den fortgeführten Aktivitäten sank um 32 Prozent auf 109 Millionen. Der Konzerngewinn hingegen wuchs um 30 Prozent auf 168 Millionen.

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Die ausgewiesenen Zahlen liegen leicht über den Prognosen der Experten. Analysten hatten gemessen am AWP-Konsens einen Auftragseingang von 1,47 Milliarden Franken, einen Umsatz von 1,43 Milliarden und einen Ebit von 170 Millionen prognostiziert.

Durch den Abschluss des Verkaufs des Naturfasergeschäfts rechnet Oerlikon nach Transaktionskosten und Steuern mit einem Nettomittelzufluss von rund 500 Millionen Franken aus der Veräusserung. Bisher war eine Summe von 470 Millionen genannt worden.

Bereiche zumeist stabil

Im Segment Manmade Fibers sank der Bestellungseingang im zweiten Quartal im Vergleich zum starken Vorquartal um 12 Prozent (H1 -2 Prozent). Hier habe die erwartete Normalisierung eingesetzt, hiess es weiter. Die Ebit-Marge erreichte 15,5 Prozent. Weiter wichtigster Markt mit 72 Prozent Umsatzanteil ist Asien. Dank steigendem Absatz von Maschinen für die Herstellung von BCF-Teppichgarnen (Bulked Continuous Filament) sei aber auch in den USA (9 Prozent Umsatzanteil) und Europa (16 Prozent) ein höherer Umsatz erzielt worden.

Im stark vom Bau, Bergbau und der Energieindustrie abhängigen Bereich Drive Systems sank der Umsatz im Halbjahr um 13 Prozent auf 389 Millionen Franken, der Ebit ging um 72 Prozent auf 11 Millionen zurück. Dies sei vor allem auf das niedrigere Umsatzvolumen und den überproportionalen Umsatzrückgang bei den margenstärkeren Produkten und Dienstleistungen zurückzuführen, heisst es. Die ergriffenen Massnahmen würden zunehmend Wirkung zeigen, schreibt das Unternehmen weiter.

Vacuum profitierte von der guten Nachfrage nach Glas- und optischen Beschichtungen für Touchpanels und mobile Geräte. Der Umsatz wuchs um 3 Prozent auf 196 Millionen Franken. Coating hielt den Umsatz nahezu stabil bei 251 Millionen und hat eine Ebit-Marge von 20 Prozent erreicht. Der Nachfragerückgang in der Automobilindustrie sei durch die Umsetzung der Wachstumsstrategie kompensiert worden.

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Ausblick bestätigt

Die Nachfrage nach Touchpanelanwendungen war im Segment Advanced Technologies hoch, während im Halbleitermarkt keine Erholung zu spüren gewesen sei, heisst es in dem Communiqué weiter. Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf 44 Millionen Franken und der Ebit erreichte wie im Vorjahreszeitraum 3 Millionen.

Auf Basis der Halbjahres-Ergebnisse hat Oerlikon den Ausblick für das Gesamtjahr 2013 bestätigt. Das Management rechnet mit einem gegenüber dem Vorjahresniveau weitgehend unveränderten Bestellungseingang und Umsatz. Die zugrundeliegende operative Profitabilität wird auf Vorjahresniveau erwartet. Temporär könnte diese jedoch durch die Devestitionen im Segment Textile beeinträchtigt werden.

(tno/awp)