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ÖBB gibt auf: Flixbus kauft Fernbus-Startup «Hellö»

Flixbus: Gibt Gas. Keystone

Flixbus gibt Gas und zementiert seine Position in Europa. Der deutsche Fernbusgigant übernimmt das Steuer beim Wiener ÖBB-Kind «Hellö».

Veröffentlicht am 22.05.2017

Nicht einmal ein Jahr nach dem Start ziehen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nun bei ihrer Fernbus-Schiene die Notbremse. Das Fernbus-Startup «Hellö» wird an den deutschen Konkurrenten Flixbus verkauft, teilten die ÖBB am Montagvormittag mit.

Der Vertrag zwischen ÖBB und Flixbus soll mit 1. Juni 2017 in Kraft treten, die gesamte Transaktion bis Ende Juli abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, so die ÖBB. Die Arbeitsplätze der «Hellö»-Chauffeure seien gesichert, sie werden beim ÖBB-Postbus eingesetzt, heisst es weiter.

Platzhirsch Flixbus

«Hellö» war im Juli 2016 mit Fernbusverbindungen zu Billigpreisen etwa nach Berlin, München, Zürich und Venedig gestartet und kämpfte laut Medienberichten mit grossen Verlusten. Im Oktober verabschiedeten sich die ÖBB von der Linie Innsbruck-Zürich.

Flixbus ist hierzulande auf grossem Expansionskurs. Zuletzt nahmen die Deutschen Luzern in ihr Streckennetz auf. Damit fährt Flixbus von zwölf Städten aus der Schweiz ins Ausland.

(sda/ise/mbü)

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