Die Österreichischen Bundesbahnen ÖBB steigen ins Fernbusgeschäft ein. Deren Busse namens Hellö sollen ab Mitte Juli auch in die Schweiz fahren. 

Hellö wird mit einer Flotte von 28 Bussen vorerst auf Strecken in Deutschland, Italien und in Osteuropa aktiv sein. Für die Schweiz ist die Linie Innsbruck-Bregenz-Zürich vorgesehen. Ihre Marktoffensive kündigt Hellö mit Preisen von 15 Euro pro Person und Richtung an. 

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Weitere Schweizer Standorte denkbar

Zürich müsse nicht die einzige Schweizer Hellö-Station bleiben, heisst es am Wiener Hauptsitz der ÖBB: «Wir haben nun einmal ein erstes Netz erstellt, später kann das wohl erweitert werden. Dann sind weitere Schweizer Destinationen durchaus denkbar.» Möglich ist aber auch, dass dann die Preise ansteigen, denn die 15 Euro pro Kopf und Strecke gelten einstweilen nur für eine erste Periode ab Mitte Juli bis Ende September 2016.

Den Österreichern scheint es ernst zu sein mit Hellö. Bis ins Jahr 2020 will man nach eigenen Angaben eine Million Fahrgäste mit der neuen Fernbusfirma befördern.

ÖBB-Bus unterbietet ÖBB-Zug

Ein Blick auf die Verkehrsplanungs-Site von www.goeuro.ch zeigt, wie günstig der neue Fernbus-Tarif ist. Am 15. Juli beispielsweise kostet eine Fahrt von Innsbruck nach Zürich im Zug mit der ÖBB 37.50 Franken («Sparschiene-Tarif», 2. Klasse); die 15 Euro mit Hellö sind demnach nur halb so teuer.

Mit dem Markteintritt der Österreicher wächst das Angebot im internationalen Fernbusverkehr  in der Schweiz weiter an. 2012 noch zählte man beim Bundesamt für Verkehr um 200 Linien im grenzüberschreitenden Busverkehr, aktuell sind es rund 270.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.