Die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle landet in einer Rangliste der grünsten Airlines auf dem ersten Platz. Der Airline Swiss reichte es auf der 20 Plätze umfassenden Rangliste zu Platz 15, einen Platz vor ihrer Muttergesellschaft Lufthansa.

In der am Dienstag vom International Council for Clean Transportation (ICCT) veröffentlichten Studie zur Treibstoffeffizienz bei Transatlantikflügen 20 grosser Fluggesellschaften belegte British Airways den letzten Platz. Auf dem zweiten Platz landete dagegen Deutschlands zweitgrösste Fluggesellschaft Airberlin, die irische Aer Lingus erreichte Platz drei.

Siebtgrösste Billigfluggesellschaft

Mit durchschnittlich 40 Passagierkilometern pro Liter Treibstoff schnitt Norwegian Air Shuttle effizienter und emissionsärmer ab als alle Konkurrenten. Die weltweit siebtgrösste Billigfluggesellschaft verbrauchte damit 14 Prozent Treibstoff weniger als die zweitplatzierte Airberlin, die pro Liter 35 Passagierkilometer zurücklegt. Der Durchschnitt der untersuchten Airlines lag bei 32 Passagierkilometern.

Ganze 51 Prozent Treibstoff mehr braucht die letztplatzierte British Airways, die mit einem Liter nur 27 Passagierkilometer schafft. Die Swiss legt pro Liter 29 Passagierkilometer zurück. Das sind 38 Prozent mehr als der Ranglistenerste.

Sitzanordnung ist ein wichtiger Faktor

Die Lufthansa kommt mit 28 Passagierkilometern pro Liter unwesentlich weniger weit. Passagierkilometer berechnen sich aus der Zahl der beförderten Passagiere multipliziert mit der zurückgelegten Strecke. Die gemeinnützige US-Organisation ICCT, die auch massgeblich an der Aufdeckung der Abgasaffäre bei Volkswagen beteiligt war, veröffentlichte die Rangliste rund zwei Wochen vor Beginn der UNO-Klimakonferenz in Paris.

Als wichtige Faktoren bei der Treibstoffeffizienz gab das ICCT einerseits die Sitzanordnung innerhalb eines Flugzeuges und andererseits das Alter und den technischen Standard der Maschinen an. Zudem seien Sitzplätze in der First und Business Class für etwa ein Drittel aller Emissionen verantwortlich, obwohl sie nur 14 Prozent aller Plätze ausmachten.

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(sda/mbü/me)