Unter der energetischen Betriebsoptimierung von Bauten versteht man das Umsetzen von betrieblichen Massnahmen im Bereich der Gebäudetechnik. Dabei darf eine Massnahme nur so viel kosten, wie durch Einsparungen bei der Energiebeschaffung innert zwei Jahren wieder eingespielt werden kann. Damit unterscheidet sich die Betriebsoptimierung deutlich von der Modernisierung der gebäudetechnischen Anlagen oder der Sanierung der Gebäudehülle, wo mit Payback- Zeiten von 10 bis 20 Jahren zu rechnen ist.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Betriebsoptimierung ist ein minimaler Technisierungsgrad der Anlage. Idealerweise weist das Objekt oder das Areal jährliche Energiebeschaffungskosten von mindestens 40000 Fr. aus. Das Alter des Gebäudes spielt dabei keine Rolle. Vorteilhaft ist auch, wenn das Gebäude eine möglichst konstante Nutzung ausweist.

Hohe Wirtschaftlichkeit

Durch die Betriebsoptimierung können erfahrungsgemäss 10 bis 15% des Energiebedarfs eingespart werden. Die Projektdauer beträgt je nach Objektgrösse drei bis fünf Jahre. Dies reduziert die jährliche zeitliche Belastung der Betriebsfachleute und stellt sicher, dass die getroffenen Massnahmen auch betrieblich gut funktionieren.

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Die Betriebsoptimierung ist die wirtschaftlichste und schnellste Methode, um das Energiebeschaffungsbudget zu senken: Die Gesamtkosten für die Betriebsoptimierung betragen lediglich ca. 5% der Energiebeschaffungskosten für Strom, Wärme und Wasser. Erfahrungsgemäss ist die Betriebsoptimierung also schon nach zwei bis drei Jahren gewinnbringend.

Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, ist in der Regel der Beizug eines erfahrenen Fachingenieurs erforderlich. Neben dem spezifischen Fachwissen und der langjährigen Erfahrung sollte der beratende Ingenieur ein hohes Mass an Sozialkompetenz ausweisen. Denn die richtige Kommunikation mit den Betriebsfachleuten vor Ort ist mindestens so wichtig wie die fachlichen Voraussetzungen. Der Kunde bleibt jedoch stets Herr im Haus und kann vorgeschlagene Massnahmen auch zurückstellen oder ablehnen.

Fachwissen ist unabdingbar

Der beratende Ingenieur unterstützt den technischen Dienst oder den Hauswart und greift meist nicht selber in die Anlage ein. Überhaupt spielen die Betriebsfachleute vor Ort eine zentrale Rolle: Ihr Fachwissen und ihre Kenntnisse über die betrieblichen Abläufe müssen zwingend in das Projekt einfliessen. Von grossem Vorteil ist es auch, wenn sich die Betriebsfachleute mit speziellen Fachkursen zum Thema Betriebsoptimierung weiterbilden.

Dank dem Wissen und den Erfahrungen aus der vorgelagerten Betriebsoptimierung können in einer zweiten Phase präzis gezielte Investitionen in die Modernisierung der Gebäudetechnik oder für den Einsatz erneuerbarer Energie getätigt werden, um die Energieeffizienz des Gebäudes weiter zu steigern.