Der staatlich kontrollierte russische Ölkonzern Rosneft hat dank höherer Fördermengen und gestiegener Ölpreise im vergangenen Jahr mehr verdient. Der Gewinn stieg binnen Jahresfrist um 7 Prozent auf 10,4 Milliarden Franken.

Der Umsatz sei um 13 Prozent auf 3,1 Billionen Rubel geklettert, teilte Rosneft mit. Analysten hatten dem Konzern beim Gewinn allerdings mehr zugetraut. Die Aktien fielen an der Moskauer Börse knapp zwei Prozent. Zudem halbierten sich die Barmittel des Konzerns wegen hoher Investitionen fast auf 45 Milliarden Rubel. Rosneft will in der ersten Jahreshälfte 2013 den 55 Milliarden Dollar schweren Zukauf der drittgrössten russischen Ölfirma TNK-BP abschliessen. Damit wird Rosneft der weltgrösste Ölkonzern. Die Firma ist zwar schon der grösste Ölproduzent in Russland, fördert zusammen mit TNK-BP dann aber mehr Öl und Gas als der US-Multi Exxon.

Ein besser laufendes Raffinerie-Geschäft hat dem Ölkonzern ExxonMobil zum Jahresende derweil die Kasse gefüllt. Dagegen warf die Förderung von Öl und Gas weniger Geld ab, auch weil die Menge rückläufig war. Das teilte der Betreiber der Esso-Tankstellen am Firmensitz im texanischen Irving mit. Am Ende verdiente ExxonMobil im vierten Quartal unterm Strich knapp 10 Milliarden Dollar und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr stieg der Gewinn um 9 Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar.

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Chevron und Apple sind die Wertvollsten

Währenddessen liefert sich Chevron mit Apple derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens. Eine gestiegene Ölproduktion durch die Erschliessung neuer Vorkommen sowie ein besser laufendes Raffinerie-Geschäft haben den US-Ölmulti Chevron beflügelt. Der Gewinn im Schlussquartal stieg um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 7,2 Milliarden Dollar. «Chevron hat mit 2012 ein weiteres sehr starkes Jahr abgeliefert», erklärte Konzernchef John Watson am Firmensitz im kalifornischen San Ramon. Allerdings hatte Chevron im Sommer einen Durchhänger, weshalb der Jahresgewinn leicht um 3 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar zurückging.

(muv/chb/sda/awp)