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Quartalszahlen
Ölgiganten: BP Flop und Shell Top

Shell und BP: Sie präsentieren unterschiedliche Ergebnisse. Keystone

Im dritten Quartal haben BP und Shell unterschiedlich erfolgreich gearbeitet. Doch die Analysten waren mit beiden Ölgiganten zufrieden.

Veröffentlicht am 01.11.2016

Der Sparkurs zahlt sich für die vom Ölpreisverfall gebeutelten Energieriesen Shell und BP aus. Beide Konzerne verdienten nach Angaben vom Dienstag im abgelaufenen Quartal mehr als erwartet. Bei der britisch-niederländischen Shell legte der Gewinn um 18 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zu, Experten hatten lediglich 1,7 Milliarden für möglich gehalten.

Beim britischen Rivalen BP brach zwar das Ergebnis um etwa die Hälfte auf 933 Millionen Dollar ein, Fachleute hatten aber einen noch stärkeren Rückgang vorhergesagt. Doch für Entwarnung sei es noch zu früh, sagte Shell-Chef Ben van Beurden: «Die niedrigeren Preise bleiben für die gesamte Branche eine grosse Herausforderung, und die Aussichten sind unsicher.» Beide Konzerne wollen daher ihre Investitionen weiter zurückschrauben.

Konzerne investieren weniger

Derzeit kostet ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent 49 Dollar, weniger als die Hälfte dessen, was noch Mitte 2014 gezahlt wurde. Im Zuge des Preisverfalls haben die Konzerne ihre Investitionen etwa in neue Förderstätten massiv gekürzt. Shell will kommendes Jahr 25 Milliarden Dollar investieren, diese Summe liegt am unteren Ende der bislang genannten Spanne. BP will dieses Jahr die Investitionen um nochmal eine Milliarde Dollar kappen.

Um den Preis zu stabilisieren, hat sich die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (Opec) Ende September grundsätzlich auf eine Begrenzung der Förderung geeinigt. Konkrete Vorschläge liegen jedoch noch nicht vor. Zudem lassen die wichtigsten Förderländer ausserhalb des Kartells die Opec-Staaten dabei derzeit noch hängen.

(reuters/mbü)

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