Der britische Ölkonzern BP hat vor negativen Auswirkungen auf seine Geschäfte gewarnt, falls EU und USA im Zuge der Ukraine-Krise Russland mit schärferen Sanktionen belegen.

Dies könne «eine stark nachteilige Wirkung» auf die Geschäftsbeziehungen mit dem russischen Staatskonzern Rosneft und die Finanzlage von BP haben, teilte das Unternehmen im Bericht über das zweite Quartal 2014 in London mit. Nach einem Aktientausch gehören BP rund 20 Prozent des staatlichen russischen Ölkonzerns, den die USA bereits mit Sanktionen belegt haben.

Gewinn überrascht

Bisher hätten die Strafmassnahmen aber keine Folgen für BP, hiess es. Der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten, bei dem die Ölpreisschwankungen nicht berücksichtigt werden, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überraschend deutlich von 2,7 Milliarden auf 3,6 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen in London mitteilte.

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Der Umsatz blieb mit 95,8 Milliarden Dollar praktisch stabil. Die Folgekosten der Explosion der Ölplattform «Deepwater Horizon» im Jahr 2010 bezifferte der Konzern nun auf 43 Milliarden Dollar.

(sda/dbe/vst)