Kabelnetzbetreiber UPC Cablecom baut 250 Arbeitsplätze ab. Die Stellen sollen bis 2018 gekürzt werden, heisst es in einer Mitteilung des Konzerns. Die Kürzungen fallen wegen der Zusammenlegung der Schweizer mit der österreichischen Ländergesellschaft UPC Austria an.

Die Arbeitsplätze werden vor allem hierzulande gestrichen. Damit fallen bis 2018 rund 10 Prozent des gesamten Personalbestandes in der Schweiz und Österreich weg. Die gesamte Anzahl betroffener Stellen könnte sich noch verringern, wenn in dieser Zeit das Geschäft rascher als geplant wachsen sollte. Vor den Medien äusserte sich UPC-Cablecom-CEO Eric Tveter: «Die Kostenstruktur in Österreich istg günstiger als in der Schweiz», und weiter: «Das Potenzial für Einsparungen war in der Schweiz grösser.»

«Betriebsbedingte Kündigungen»

Wo immer möglich soll der Abbau über die natürliche Fluktuation, interne Wechsel, Frühpensionierungen und ähnliche Massnahmen gesteuert werden. «Betriebsbedingte Kündigungen werden sich jedoch nicht in allen Fällen vermeiden lassen», schreibt Cablecom weiter, ohne eine Zahl zu nennen.

Man habe in beiden Ländern mit den Sozialpartnern einen intensiven Dialog geführt, um Wege zu finden, wie Kündigungen vermieden oder deren Folgen für die Betroffenen gemildert werden könnten. Im Zuge dieser Gespräche habe man einen Sozialplan beschlossen.

Doppelfunktionen vermeiden

Mit dem Abbau wolle UPC Cablecom unter anderem auch Doppelfunktionen vermeiden, die sich nach der Zusammenlegung der schweizerischen mit der österreichischen Ländergesellschaft ergeben hätten. UPC Austria und UPC Cablecom hatten Ende Juli 2014 die Gründung einer gemeinsamen Regionalorganisation innerhalb des amerikanischen Kabelnetzkonzerns Liberty Global bekannt gegeben. In der Schweiz arbeiten rund 1600 Menschen für Cablecom, in Österreich sind es rund 900.

Konkurrenz setzt zu

Klar ist: UPC Cablecom steht im harten Wettbewerb mit Swisscom, der Konzern verlor Kunden an die Konkurrentin. Noch im Jahr 2010 hatte Cablecom 1'520'000 Fernsehkunden und war der klare Leader in der Schweiz. Vier Jahre später waren es noch 1'387'100. Swisscom verdreifachte während dieser Zeit die Abos beinahe. Nun steht man bei 1'165'000. Geht dies im gleichen Stil weiter, verliert UPC Cablecom im nächsten Jahr Rang 1.

(sda/me/ama/chb)