Die  Strabag aus Österreich wird ein noch gewichtigerer Player in der Schweiz. Das Unternehmen geht mit der BH Holding (BHH) eine strategische Partnerschaft ein und übernimmt eine Aktienmehrheit an deren Baufirma Baunova.

Konkret erwirbt sich Strabag Schweiz 51 Prozent der Aktien der Baunova AG und übernimmt deren operative Führung, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag hiess. Im Deal miteingeschlossen seien alle Projekte, die von Baunova erworben oder entwickelt worden seien. Über die Konditionen der Vereinbarung - sprich den Kaufpreis - wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Baunova AG ist gemäss eigenen Angaben auf den Wohnungs- und Industriebau sowie auf Umbau- und Renovationsarbeiten spezialisiert. Das Unternehmen ist vor allem im Zürcher Unter- und Oberland sowie in den Städten Zürich und Zug tätig. Der Umsatz der Baunova Gruppe wird mit rund 60 Millionen Franken ausgewiesen. Die Firma beschäftigt zirka 100 Mitarbeitende.

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Für die Strabag bedeutet die Zusammenarbeit ein weiterer Schritt dahin, an Grösse zu gewinnen. Der Wachstumshunger hat den österreichischen Konzern binnen weniger Jahre zur Nummer drei in der Schweizer Baubranche gemacht. Im vergangenen Jahr etwa hat der Bauriese die beiden renommierten Bauunternehmen Brunner Erben und Astrada geschluckt. Zusammen erwirtschafteten die beiden Firmen 2010 mit rund 1000 Mitarbeitende einen Umsatz von 320 Millionen Franken.

In der Schweiz ist Strabag seit 1995 tätig. Er ist unter anderem mit Bauarbeiten am NEAT-Basistunnel am Gotthard betraut. In Europa gehört Strabag bereits seit längerer Zeit zu den ganz Grossen der Branche. Der Konzern beschäftigt total über 73'000 Angestellte und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12,8 Milliarden Euro.

(chb/rcv/sda)